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Viertes Hauptstück.
tiefer gedrungen, so würde er die innere Kammer entdeckt und sichüberzeugt haben, dass sie nichts als Schutt enthält, der von dem herab-gestürzten Ziegelgewölbe, das sie bedeckte, herrührt. Vielleicht magdennoch unter diesem Schutte manches Interessante begraben liegen. Dasgenannte Gebäude aus gebrannten Ziegeln erhebt sich auf einer Plattformvon Luftziegeln, die ihrerseits vierzig bis fünfzig Fuss hoch über denGrund der Ebene emporsteigt. Um diese Plattform herum liegen klei-nere Ruinenhügel und erhöhte Alignements, welche auf Anlagen vonHöfen und Nebenwerken deuten, die dieses Hauptgebäude umgaben;und eine Umfassungsmauer (unabhängig von jener, die die ganze Stadteinfasst) umschliesst alle diese zusammengehörigen Bauwerke. Sie sindunter tiefem Schutt begraben, der nur von dem Hauptgebäude herrührenkann, das hoch über alle andern Theile der palastähnlichen Anlage pyra-midenartig emporgeragt haben muss. Die Facadc dieses Hauptgebäudesliegt gegen Südwest und ist etwa einhundertfünfundsiebenzig Fuss lang;aber der Zugang ist nicht hier, sondern auf der entgegengesetzten nord-östlichen Seite. Die Mauern sind, wie gesagt, aus gebrannten Ziegelnund von verschiedener Dicke, die zwischen zwölf und zweiundzwanzigFuss wechselt; die inneren Räume sind lang und schmal (wie zu Ninive ,s. weiter unten) und die Mauern der langen Seiten stets die stärkeren,offenbar für den Widerstand gegen den Schub der Gewölbe, womit dieRäume bedeckt waren, deren Schutt dieselben vollständig ausfüllt undselbst die Abhänge der Terrasse, welche das Gebäude trägt, bedeckt . 1
Die Südwestfront war mit Gyps bekleidet, der an einigenStellen zweiundeinhalb Zoll dick aufliegt. Dieser Stucküberzugist an den Stellen, wo er sich erhielt, nach wenigstens zweitausendfünf-hundert Jahren so fest als nur jemals. Nächst diesem Umstande ist vorallem merkwürdig die eigenthümliche architektonische Ausstattung dieserFac'ade, deren aus Loftus’ Werk „Travels and Researches in Chaldaea andSusiana“ entnommener Aufriss und horizontales Profil hier beifolgt . 2
Es scheint dabei eine Reminiscenz der Holzkonstruktion und derBlockhausarchitektur zum Grunde zu liegen, etwas Aehnliches wie bei
1 Der Schutt der Gewölbe allein konnte dazu nicht ausreichen. Offenbar hatteder Bau noch viele Stockwerke über sich, unter deren Schutt die untersten sicherhielten.
2 Vergl. das im Texte genannte Werk und einen Artikel der Illustrated LondonNews vom 27. Dec. 1856. Genauere Details, Pläne und Zeichnungen findet der Leserui einem Berichte des Herrn Boutcher, den dieser Reisende an den Assyrian Excavation-fund richtete, der aber dem Verfasser nicht zugänglich war.