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1 (1878) Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst
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Viertes Hauptstück.

Ordonnanz aus Stuck innerhalb der Grabkammer zuWurka. Wir dürfenuns daher nur gestatten, an ihnen den Grundsatz des Inkrustirens derMauermassen aus rohen oder gebrannten Ziegeln zu lconstatiren, in einerAusdehnung, die gar keine Ausnahme zulässt. Dabei wäre es gut, wennwir zugleich nachweisen könnten, welche von den verschiedenen In-krustationsmethoden (nächst dem Urteppiche, dessen Priorität ich nachdem Vorangeschickten voraussetzen darf) die ursprünglichste, mithin fürdie folgenden zunächst stilbedingende sei.

Wir wissen aus den biblischen Schriften sowie aus den Profan-schriftstellern, dass die Babylonier sich des Bitumen als Binde- und Be-kleidungsmittels ihrer Mauern und selbst ihrer Holzkonstruktionen bedienten,aber wir lesen auch von eben so frühen und früheren Werken, die mitGyps und Kalk gemauert und bekleidet waren. Dieses Material wurdebei dem Baue des Thurmes von Babel benützt. Die Finger Gottesschrieben das Verdammungswort auf den Gyps der Wand des Königs-

Assyrischer Sarg.

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palastes. Asphalt war in Chaldäa, dem Mutterlande der Gesittung, vonder wir sprechen, nicht eigentlich heimisch; dieser Stoff ward später ad-optirt, wie die Civilisation bereits den Strom aufwärts gerückt war; dieRohrmatten mit heraushängenden Tressen zwischen den Lehmziegel-schichten endlich (wir wissen diess von China her) dienten besonders nurzu der Herstellung eines Stucküberzuges auf Lehm, der dauerhaft seiund fest hafte, — kurz der Bewurf war auch in diesem Lande wie inChina aller Wahrscheinlichkeit nach der erste architektonische Bekleidungs-stoff, auf welchem sich die Wandmalerei und, zweifelhaft ob gleichzeitigoder später oder endlich früher, auch die Skulptur entwickelte; gleich-zeitig in dem Sinne nämlich, dass man daran ging, die glatten Wändedurch gemalte Reliefs zu schmücken. Ich halte sie für älter, als dieabstrakte Malerei. —■ Nächst dem tritt uns die Inkrustation mit glasirtenZiegeln entgegen und zwar auf eine mosaikähnliche Weise ausgeführt.Diese merkwürdige Erscheinung der Mosaik und Glasmalerei am Hori-zonte der Baukunst soll uns sogleich noch mehr beschäftigen. Sie ist