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1 (1878) Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst
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Vieites Hauptstück.

in diess Kapitel oder fuhren auf Punkte, die bei früheren Gelegenheiten,welche dafür bestimmtere Unterlagen boten, schon besprochen wurden.

Das Gleiche gilt von den Opfcrgeräthen, die von dem heiligenApparates 1 im Innern des Tempels und von dem Throne Salomons, fürderen Restaurationen der Phantasie freier Spielraum bleibt, wenn auch

die assyrischen und phönikischen Pracht-geräthe und heiligen Gefässe, wie wir siejetzt durch Darstellungen und zum Theilaus wirklichen Exemplaren kennen, unszwingen, sie in etwas konkreterer Weise zufassen, als früher nöthig war.

Anspielungen in dem hohen Liede aufelfenbeingeschmückte Thlirme, die genDamaskus schauen und Ahabs elfenbeinernesHaus deuten hin auf einen nach Salomonsglänzender Regierung herrschend gewor-denen Luxus in der äusseren Ausstattungder Gebäude, wobei die Inkrustation derWandflächen mit den edelsten Stoffen dercharakteristische Grundgedanke blieb.

Die Tyrer galten auch für die Erfinderund Einführer des bunten Quaderwerkesin die Zahl der Kunstformen, eine folgen-reiche Neuerung, der erst von den Römerndie wahre Bedeutung abgewonnen ward,wesshalb darauf zurückzukommen ist, wenn uns die Baukunst des welt-erobernden Volkes beschäftigen wird. 2

Siebenarmiger Leuchter.

1 Das wahrscheinlich portraittreue Abbild des siebenarmigen Leuchters an derInnenseite des Titusbogens zu Rom hat seit den ersten Jahrhunderten des Christen-thums in freiester Behandlung den Goldschmieden für Kirchenkandelaber zum Vorbildegedient. Dieses Werk gehörte offenbar zu jenen Produkten der Empaistik oder desSphyrelaton, die allen anderen Metallarbeiten vorangingen und von denen die in andererTechnik ausgeführten Metallwerke, als die abgeleiteten, in stilistischer Beziehung stetsmehr oder weniger abhängig geblieben sind, (S. oben.)

2 Nonnus. Dionys. V. 55 pag. 134:

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