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1 (1878) Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst
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Textile Kunst. Aegyptische Säulenordnungen.

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artigen Doppelreihe von Triumphalsäulen auf, die zu dem zweiten innerenVorhof des Tempels von Luxor führt, ein Werk Amenophis III . 1

Diese Form wandte das alte Aegypten für monumentale Zweckenicht an, wenigstens haben sich keine Spuren davon aus der Zeit des

alten Reichs erhalten; dafür begegnen wir aufdiesem Gebiete zwei andern Säulenformen, wo-von die eine den absoluten Gegensatz der pha-raonischen Kelchsäule bildet, die zweite abergleichsam die Knospe und der Ansatz zu letz-terer ist, eine entschiedene Uebergangsform.Bei der ersten, der sogenannten protodorischen

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Säulen mit kelchförmigem Kapitale.

Ordnung, tritt das struktive Element als alleinig formengebend auf. Einstraff kannelirter, verjüngter, auch mitunter walzenförmiger Schaft, in

1 Die Säulen mit kelchförmigem Kapitale sind zuerst in Wirklichkeit nur Bal-dachinträger und gleichsam von der eigentlichen Tempelanlage noch unabhängig. Siebezeichnen den heiligen Dromos, den Weg der Prozession, die unter dem Schatten dervon ihnen getragenen Schutzdecken dahinzieht. So zu Luxor , so in dem ungefährgleich alten Memnonium Rhamses II., so auch in dem Vorhofe des Tempels zu Karnak .Alle eigentlichen Steindeckenträger sind im Gegensatz zu jenen Baldachinträgern ent-weder von der sogenannten protodorischen Ordnung oder sie haben Kapitale in Lotos-knospenform.