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Das westliche Süd-Tirol / geologisch dargestellt von Richard Lepsius
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III. Formationen.

An der bezeichnten Stelle

Betsia trigonella Schlth. sp.Lima striata Schlth.

Chaetetes Becubariensis Schaur.Encrinus cf. liliiformis Schlth.

Dazu fand Be necke die wichtige Bhynchonella decurtata Gir.sammelte ich:

Terebr. vulgaris Schlth. sehr häufig, dochbildet sie hier keine Lumachelle.

Bhynchonella decurtata Gir. 3 Ex.

Spiriferina fragilis Schlth. sp.

Spiriferina hirsuta Alb.

An dem Ponte di Cesovo habe ich keine Cephalopoden - Reste angetroffen. Doch stellt sich dieAmmoniten-Fauna dieses Horizontes weiter nach Westen in den lombardischen Alpen wieder ein.In der Val di Scalve lagern unter den Halobia Lommeli- Schichten von Dezzo schwarze, plattigeKalke, in deren oberen Horizonten Be necke auffand:

Ptychites Studeri Hau. sp. Ptychites cf. domatus Hau.

Trachyceras binodosum Hau. sp. bis 45 mm Halobia Sturi Ben.

Durchmesser.

Die Halobia erfüllt die Schichten in grosser Menge bei Colerö, oberhalb Dezzo; hier ist derMuschelkalk durch eine Verwerfung in ein höheres Niveau gerückt als die Halobien-Schichten beiDezzo (siehe unten, Val di Scalve).

Bei Piazza in der Val Brembana scheint der Muschelkalk ähnlich ausgebildet zu sein; Stursah im Zürcher Museum Versteinerungen, welche Es eher von jener Lokalität mitgebracht hatte(Sitz. Ber. k. k. geol. Reichsanst. 1865. Band XV. pag. 242); in der Liste wird angeführt:Ammonites Studeri Hau. Betsia trigonella Schlth.

Ammon, binodosus Hau. Halobia Moussoni Mer.

Terebr. angusta Schlth.

Falls diese Angaben richtig sind, so würde auch Piazza neben Cimego eine Fundstelle sein, anwelcher die Brachiopoden unsres Horizontes mit den Cephalopoden zusammenliegen; auch würdedie Position der Halobia Moussoni Mer. dadurch bestimmt sein. Indess ist es möglich, dass hierVersteinerungen von verschiedenen Orten zusammengeworfen sind; denn es wird auch Bhynch.semiplecta Mstr. von Stur angeführt, eine Muschel, welche den Halobien - Schichten angehört.

Am Corner-See ist der Muschelkalk petrographisch analog dem von Colere in der Val diScalve beschaffen; bekanntlich bevölkert die Halobia Moussoni Mer. und Bactryllien diese schwarzen,plattigen Kalke von Varenna und Regoledo; dazu liegt in diesen Schichten die berühmte Fisch-und Saurierfauna bei Perledo. Doch ist noch keine Versteinerung dort gefunden, welche einegenauere Parallelisirung der Varenna-Kalke ermöglichte.

Oestlich der Etsch ist der Brachiopoden - Kalk in seiner reichen Fauna von Recoaro durchSchauroth, Benecke u. a. erschöpfend beschrieben. Die Versteinerungen der Brachiopoden-Schichten von Recoaro beweisen, dass es derselbe Horizont wie an dem Ponte di Cimego in Judi-carien und am Dosso Alto, Irma, Cesovo etc. in der Val Trompia ist. Die Betsia trigonella setztbei Recoaro und im Tretto allein ganze Bänke zusammen, während sie in unserm Gebiete nurimmer in einzelnen Exemplaren sich findet. Dass die Cephalopoden im Brachiopoden - Kalk von