Porphyrit.
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auch diese höchsten Lagen enthalten Kalk, denn sie brausen stark mit Säure. Diese Tuffbildungenweichen also sehr von den sog. Tuffen der Augitporphyre im östlichen Südtirol ab: deren Tuffesind locker aufgehäufte Rapilli-Stückchen, zwischen denen sich die sedimentären Kalke in wenigenSchichten und Fossil-Concretionen einbetten, sie gleichen aufgeschütteten Sanden eines eigenthüm-lichen Materials. Dagegen sind es hier mehr die Mineralien Glimmer, Quarz, Feldspath und derenKrystalle, welche theils in den Lavateig eingeschlossen, theils durch Kalk-, theils durch Thon-oder Talk-artigen Cement zusammengeflösst und geschichtet sind.
Ein Dünnschliff der harten Breccien lässt erstens krystalline Elemente erkennen: grossePlagioklase, die einen frisch mit vielen Zwillingslamellen, die andern matt geworden; Quarz inKörnern; viel Biotit in Schuppen und sechsseitigen Tafeln. Daneben ist sehr viel Kalkspath inpolarisirenden Aggregaten, und eine kryptokrystalline Grundmasse in wechselnden Mengen vor-handen. Endlich sieht man viele kleine eingebackene Kalk- und Mergel - Stückchen, matt, braundurchscheinend, welche aus den durchbrochenen Halobien - Schichten stammen.
Aehnliche Porphyrit - Tuffe sind in Südtirol und der Lombardei weit verbreitet; dieselbensind begleitet von der sog. Pietra verde, welche Gümbel bereits als ein Porphyrit-Tuff nach-gewiesen. Diese Tuffe schieben sich in der Umgebung der Seisser Alp ein unmittelbar unter dieLommeli-Schichten und liegen zwischen schwarzen Kalken, welche die Ilalöbia Taramellii Taf. II,Fig. 3 führen; diese Taramellii - Schichten überlagern die Buchensteiner Knollenkalke; wenige Fussüber ihnen — wenn man die Augitporphyr-Decke hinwegnimmt — folgen die Lommeli - Schichten,dann die Cassianer Tuffe , deren Fauna äquivalent der Esinofauna sein dürfte. Die Tuffe derPietra verde bestehen nicht allein aus diesem grünen, felsitischen Gestein, welches den NamenPietra verde führt, sondern vorwiegend aus einem hellgrauen theils klastischen,- theils krystallinen,Schaalstein - artigen Gestein, welches die grösste Aehnlichkeit mit den Porphyrit-Tuffen der Valdi Scalve hat.
Porphyrit-Tuff mit Pietra verde in derPufler Schlucht. — Gümbel beschreibtdiesen Tuff folgendermassen: „bald ist er gleichmässig dicht, Hornstein- oder Thonstein-artig derb,schlittrig-brechend, hart, bald mehr erdig und schiefrig, unreintuffig, bald auch in deutlichemUebergang zu Tuffen von körniger Zusammensetzung und zur Breccienbildung geneigt. Alle dieseVarietäten zusammen bilden ein zusammengehöriges Ganze von kaum 1“ Mächtigkeit*).“ In derPufler Schlucht schlug ich ein Stück der körnigen Varietät und erkannte die folgende Zusammen-setzung. In dem graugrünen felsitischen Teig erscheinen dem unbewaffneten Auge eingebettet weiss-liche Feldspäthe, Biotit und Quarzkörner; vermöge einer fasrigen Structur sieht man die Mineralienbesser auf dem Querbruche; das Gestein braust anhaltend mit Säure; kleine Stücke, in verdünnteSalzsäure gelegt, zerfielen nach zwei Tagen in ihre Bestandtheile.
U. d. M. erblickt man in einer mikro- und krypto-krystallinen Grundmasse grosse Plagio-klase mit zahlreichen Zwillingslamellen; das Innere der Krystalle wird zuerst angegriffen. Da-neben durchschwärmen viele kleine Plagioklas-Körner die Grundmasse. Auch Orthoklas giebt sich
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