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2 (1859) Biographien zur Kulturgeschichte der Schweiz. 2. Cyclus / von Rudolf Wolf
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Christoph Jetzler.

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Zeit zur Lectur übrig ist." Auch benutzte Jetzler diese Gelegenheit,sich einen längern Urlaub auszukitten, theils um auszuruhen,theils um sich auf seine neue Stelle vorzubereiten. Er verließSchaffhausen am 3. April 1776, besuchte in Augsburg die be-rühmte Werkstätte von Brander und Höschel, in München dasphysikalische Kabinet der Akademie, in Wien Hell, Liesganig,Scherffer, Pilgram, rc., sowie die Sternwarte und die verschie-denen Sammlungen, und traf über Prag und Dresden am 13.Juni in seinem lieben Berlin ein.In Berlin hielte mich 10Wochen aus", schrieb Jetzier unmittelbar nach seiner Rückkehr am27. September 1776 an Joh. Geßner,u. wie Ew. HochEdelgeb.leicht denken werden, überaus vergnügt. Alle 2 Tag brachte einpaar Abendstunden bey Herrn Lambert zu 2"). Die Herren de laGränze und Beguelin besuchte auch mehrmalen z den Hrn.

20) Mit Lambert besprach sich Jetzler unter Andcrm auch über die beste Weisedes mathematischen Unterrichts, und schrieb nachher:Die Meinung dieses großenMannes ist, daß man so jungen Leuten anfangs erst nur das practische zeigen,und erst wenn sie darin ein wenig fest seien, an die Theorie sich wagen müsse."

21) Niklaus von Beguelin von Courtlary im Bernischen Jura (23. Juni 1714bis 3. Febr. 1789) studirte zu Basel nach dem Willen seines Vaters die Rechte,nach seiner eigenen Neigung dagegen Mathematik, und gab von seinen Fortschrittenin letzterer bereits in den Jahrgängen 1733 und 1734 des Nerciirs Suissb einigeProben, 1733 ging er nach Wetzlar , um den Rcichsprozeß zu erlernen, wurdedann als Preußischer Lcgationssecretär in Dresden verwendet, und kam endlich 1747als Professor der Mathematik am Joachimthalsschcn Gymnasium und Lehrer desnachmaligen Königs Friedrich Wilhelm II. nach Berlin. Maupertuis hatte am20. März 1748 an Friedrich den Großen geschrieben: »?our oboir Ä V. U., pgjexomins In cspneito du siorrr kerZUSliir, ssoreioirs 06 N. 06 6068 t; 6t,non-86ul6M6lrt pur 168 60nv6r89tl0N8 czus pur 6U68 9V66 lui, M9I8 6N60V6P9V plrrswurs M6Moir68 06 860rn6tri6 06 89 eomposUion, u M'n purer plusqu6 cgpndls 06 roiriplir In pl»66 Ou prolossour 06 irmlkbiirutiquss sei col-1686 06 Oosciiim,» und am 22. März war Beguelin schon gewählt. Späterwurde er auch Mitglied der Academic und 1786 Director der philosophischen Klaffe.Die Berliner Memoiren und Bode's Jahrbuch enthalten manche Mittheilungen vonihm, besonders optischen, meteorologischen und philosophischen Inhalts. Seinkönigl. Schüler bewahrte ihm seine Lieb- bis zum Tode, und schenkte ihm 1787ein um 28,000 Thaler erstandenes Gut:Das Amt eines guten und treuen Lehrersist", schrieb er an ihn,wenn gleich der Zögling eben nicht von der bösen Art ist,dennoch immer mit vieler Mühe und Kummer begleitet, und ich mache mir einwahres Vergnügen daraus, ihnen deutlich zu beschcinen, wie Werth sie meinemHerzen sind. Um ihnen nun meinen Dank zu bezeugen, habe ich das Gut Lichter-