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PAUL VON LIMBURG.
M: in 1 dei' 6n Miniaturen von dem „enlumineur“ des Herzogs von Berri,Pariser anderen elf von dem Maler Ludwig XI. , von Jean Fouquet
aus Tours , herrühren . 1 Ueber das Alter und dieHerkunft der drei ersten Bilder kann kein Zweifel herrschen.Das erste führt uns in das Paradies; Christus in einenRosamantel gehüllt, von Engeln umgeben, fügt unter einemRegenbogen "Adam und Eva als Ehepaar zusammen. ImVordergründe entströmt das Wasser des Lebens einem acht-eckigen Brunnen; wie das Wasser von Fischen wimmelt,so sind auch die Ufer von vierfüssigen Thieren aller Arterfüllt. Ueber dem Regenbogen und über Engeln, welcheBauwerkzeuge wie Hammer, Kelle, Wage und Winkelmaasstragen, schwebt segnend Gottvater, während der Himmelvon Vögelschwärmen fast verdunkelt wird. Ein zierlichesBlattornament in Blau und Gold umrahmt das ganze Bild.Zahlreiche Eigentümlichkeiten desselben weisen deutlichauf einen vlämischen Künstler als Urheber hin, und da Paulvon Limburg ein Flseminge war und im Dienste des Herzogsvon Berri, welchem dieses Gebetbuch gehörte, stand, so er-scheint es nicht unangemessen, dass wir die MiniaturenPaul zuschreiben. Ihr Maler benutzte die gleichen Vor-bilder und Modelle, welche auch den Eyck’s bekannt waren.In der ernsten Würde Gottvaters, in den Gestalten Adamsund Evas entdecken wir deutlich Anklänge an das berühmteGenter Altarbild von der Anbetung des Lammes. DieFiguren sind wohl proportionirt, wie es aber auf altnieder-ländischen Gemälden oft vorkommt, erscheinen sie durchdie Plumpheit der Gliedmassen und die hässlichen Gelenk-formen entstellt. Die scharfe Beobachtung der Natur giebt