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Geschichte der Altniederländischen Malerei / J[oseph] A[rch.] Crowe und G. B. Cavalcaselle ; Bearb. Von Anton Springer
Entstehung
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DRITTES OAPITEL.

Jan van Eyck .

Unzertrennlich mit Jan van Eyck erscheint Philipp der Gute , Herzog von Burgund und Graf von Eiandern, als seinDienstherr und vornehmster Gönner verknüpft. Philipp der Gute war keine ideale, hohe Gestalt. Die Ermordungseines Vaters durch den Bruder seiner Gemahlin Michellewarf einen Schatten auf sein Leben, weckte wilde Leiden-schaften und verwickelte ihn tief in die französischen Kämpfe.Auch der stetige Wechsel des Aufenthaltes, hervorgerufendurch die zerstreute Lage der Provinzen seiner Herrschaft,blieb nicht ohne Einfluss auf seinen Charakter und seineSitten. Das lockere Leben, das Behagen an sinnlichenGenüssen wurden dadurch nicht wenig gefördert . 1 Beinaheohne Unterbrechung im Sattel, immerwährend von Stadtzu Stadt wandernd war Philipp zumeist auf die Gesellschaftseines Gefolges und seiner zahlreichen Maitressen angewiesen.Ein Freund von Trinkgelagen war er in der Wahl seinerGesellschaften, vorausgesetzt dass sie lustig waren, nichtspröde. Der Vorwurf wurde ihm schon von Zeitgenossen nichterspart, dass er den Umgang mit Dienern jenem mit Herren

1 üsloge de Chastelain bei Buchon de la cliair; estait durement lubrique

Collect, de documents etc. vol. 41. et fraisle en cet endroit.

P- US :Avait en lui aussi le vice