WANDERUNG AUS DER HEIMAT.
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sie mit dem letzteren, so -wäre Hubert van Eyck 44 Jahrealt gewesen, als er das neue technische Verfahren in derMalerei zur Vollkommenheit brachte. * 1 Dass van Mandernichts über die Jugendentwickelung Huberts erfahren konnteund unwissend blieb, bei welchem Meister dieser seine Kunsterlernt, kann nicht Wunder nehmen. Die burgundiscli-niederländische Geschichte des fünfzehnten Jahrhundertswird in den ersten zwanzig Jahren fast ausschliesslich mitSchilderungen von Kriegsgräueln ausgefüllt. Die Kämpfemit den Armagnacs, die Lütticher Empörung, die Landungenglischer Heerhaufen in Frankreich, die Schlacht bei Azin-court, das entsetzliche Gemetzel von Montereau stehen imVordergründe der Ereignisse. Als Johann ohne Furcht seinem Vater Philipp dem Guten auf dem Throne folgte,mussten die von den burgundischen Herzogen aufgespeicher-ten Schätze, die reichen Goldschmiedarbeiten und kostbarenKunstwerke verkauft oder verpfändet werden, um den Soldder Truppen und die Kriegskosten zu bestreiten. Währenddes Lütticher Aufstandes (1408), an welchem die meistenMaasstädte tlieilnalimen, gab es kaum einen Ort, der vomBrande oder Plünderung verschont geblieben wäre. Maestriclitwurde mit Sturm eingenommen und den Soldaten als guteBeute überwiesen, Maaseyck theilte wahrscheinlich dasselbe
Originalausgabe enthält das Datum1510. Wir haben es stillschweigendin 1410 verbessert. Dass 1510falsch sei, ist ausser allem Zweifel;wer verbürgt aber, dass 1410 dierichtige Lesart bilde?
1 Man kann den Verdacht kaumunterdrücken, dass die Geburt derBrüder van Eyk von den Biographenzu hoch hinaufgerückt wird. Mannimmt gewöhnlich an, dass 1410der jüngere Bruder 20, der ältereungefähr 40 Jalire alt war, dieseralso c. 1370, Jan c. 1390 geboren.Die Meinung von dem grossen
Alterunterschiede stützt sich auf dieWorte Van Manders: „(Jan) is ge-worden een Discipel van Hubertuszijnen broecler, die ee goet dul Jarenouder is gheweest als hy.“ Dannauf die Bildnisse der beiden Brüder.Als solche bezeichnen Van Mander undVsemewyk zwei Figuren auf demlinken Flügel des Genfer Altares.Dieser Angabe wurde nicht wider-sprochen. Nach diesen Portraits.welche J. H. Wierx gestochen hat’mag die Differenz zwischen beidenBrüdern wohl zwanzig Jahre be-tragen.