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Geschichte der Altniederländischen Malerei / J[oseph] A[rch.] Crowe und G. B. Cavalcaselle ; Bearb. Von Anton Springer
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40 EINTRITT JANS IN I). EIENSTE JOH. Y. BAYERN .

In der langen Reihe des Hofgesindes im Haage, unterRittern, Kämmerern, Pagen, Spielleuten und Dienern ent-decken wir auch den Kamen Jan van Eyck ,als mynsgenadichs lieeren scilder, und aus den noch erhaltenenRechnungen des Hofhaltes ersehen wir, dass er beinahezwei Jahre lang einen täglichen Sohl empfing. Zuerst wirdJan van Eyck in den Rechnungen des Schatzmeisters vonHolland, Heinrich Hoothaft, die das Quartal von 23. Sept.1422 bis 13. Januar 1423 umfassen, erwähnt. Jan derMaler empfängt für sich und seinen Diener zu dem An-schlag von10 Löwen für den Tag für neun Wochen unddrei Tage die Summe von5 Livres 10 Sous de gros.In den folgenden Rechnungen werden Zahlungen an Jan van Eyck ohne Unterbrechung bis zum 11. September 1424vermerkt und brechen hier plötzlich ab. Er stand demnachwie es scheint nur zeitweise im Dienste des Herzogs;vielleicht dass er nach dem Haag gerufen wurde, um dieCapelle oder eine Halle in dem Grafenpalaste mit Bildernzu schmücken, welche gerade zu jener Zeit Bauänderungenund eine beträchtliche Wiederherstellung erfuhr. * 1

Bayern einenHeynrich melre inseinem Solde (1421) hatte, welcher fin-den Herzog und für die Herzoginmehrere Arbeiten gliefert. Eür dieHerzogin hatte ereyn boucli mitgülden busstaffen illumineirt.

1 Die genauere Kunde über Jans Auf-enthalt im Haag verdanken wir aus-schliesslich den erfolgreichen Forsch-ungen des Archivars in Brüssel ,Hr. Pinchart, dessen Durchmusterungholländischer Archive im J. 1864folgende Thatsachen erhärtete:Inden Rechnungen des SchatzmeistersGerard van Heemskerck (vom 8. Oct.1420 bis zum 15. April 1421) im Haagist den Besoldungen und Pensioneneine besondere Rubrik gewidmet.Wir finden unter dieser Rubrik einenGoldschmied Jacques aus dem Haag,einen Dichter Barthelemi, von einemJan van Eyck ist keine Rede. Eben-

sowenig in den Rechnungen, welcheder Schatzmeister Jacques de Gaes-beke vom 16. April bis 6. Juni 1421führte. Jene vom 7. Juni bis 18.August sind verloren gegangen. Erstim folgenden Jahre taucht JansNamen unter den besoldeten Dienernauf. Am 4. April 1422 trat HeinrichNootliaft das Amt eines Schatz-meisters von Holland an. Sein ersterRechenbericht geht vom Tage seinerErnennung bis zum 26. September1422. Im zweiten, welcher vom 27.Sept. 1422 bis zum 13. Januar 1423sich erstreckt, ist der im Text citirtePassus eingetragen:Ausgegebenundbezahlt an Meister Jan den Maler alsseinen und seines Dieners Sold fürneun Wochen und drei Tage, im An-schlag von 10 Löwengulden für denTag: 5 livres 10 sous de gros. Dassunter diesem Meister Jan unser Jan