DER LINKE FLÜGEL.
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Tafeln der Seitenflügel zahlreiche Andächtige, die dem Schau-platze des Opfers mit heiligem Eifer und begeisterter EileZuströmen.
Ein stattlicher Reiterzug, an die Kreuzfahrer erinnernd,nimmt die Tafeln (Feld IX und X) des linken Flügels ein:Voran auf einem Apfelschimmel ein jugendlicher Held, involler Rüstung, in grünem geschlitzten Gewände, den Lorbeer-kranz auf dem Haupte und wie die beiden nächstfolgenden,ebenfalls vollständig Gewappneten eine bewimpelte Lanzein der Hand. Ein bärtiger Alter, in einer Pelzkappe da-neben, hat ein Maulthier bestiegen, dessen Ohren allein indem Gedränge sichtbar sind, der letzte in der Vorderreiheendlich, welchem noch mehrere Könige nnd Fürsten inreichen Prunkgewändern nachdrängen, wird durch die Kroneals Kaiser charakterisirt. In der Gruppe, welche die äussersteTafel einnimmt und gleichsam das Gefolge des vorderenFürstenzuges bildet, wird der erste Reiter auf einem leb-haften weissen Klepper als Hubert van Eick bezeichnet . 1Unter der schwarzen Kappe mit aufgestülptem Pelzrandekommt langes braunes Haar zum Vorschein. Er ist in einenblauen, mit grauem Pelz verbrämten Sammtrock gekleidet,über seinen Sattel eine lange grüne Schabrake geworfen.Von ihm durch zwei stattliche Reiter auf Rothfüclisen ge-trennt, reitet ein jüngerer Mann, in schwarzem Turban unddunkelbraunem pelzbesetzten Rocke. Die dunkle Trachtwird durch den Saum des rothen Unterkleides und die rotheKorallenschnur über der Brust wirksam gehoben. Währenddie übrige Schaar, die wir sonst noch gewahren, geradeausausblickt, wendet dieser das Gesicht Hubert zu. Er wirdallgemein für Jan van Eyck gehalten . 2
1 Auch in der Gruppe hinter denPäpsten und Bischöfen auf derMitteltafel hat man (Hotho, DieMalerschule H. v. E. p. 117) dasPortrait Hubert’s erkennen wollen.
2 Die Versuche Hotho’s und deBast’s die einzelnen Reiter mit lii-storisclienNamen zu belegen, K. d. Gr.z. B,, der h. Ludwig, die hli. Sebastian,Georg und Michael, entbehren derrechten Begründung.