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DER RECHTE EL (j GEL.
Der ganze Zug auf beiden Tafeln bewegt sich aufweichem sandigen Boden vorwärts, der unter den Pferde-hufen nachgiebt. Er scheint aus dem Gerolle des gewaltigenEelsblockes entstanden, welcher sich in der Mitte des Hinter-grundes steil emporhebt und zu beiden Seiten von einerreichen Landschaft begrenzt wird. Am Horizont zeigen sichbald Thürme und Kirchen, bald blaue schneebedeckte Berge.Leichtes weisses Gewölk belebt den Himmel.
Eine so vollkommene Gruppirung, Zeichnung und Ma-lerei, wie auf dieser Tafel findet man in der ganzen vlämi-schen Schule nicht wieder, nirgend auch eine bessere Yer-theilung der Composition, natürlichere Bewegungen, einenwürdigeren Ausdruck. Und die Kraft des Künstlers be-schränkt sich nicht auf den Kreis menschlicher Gestalten.Wie luftig erscheint die Landschaft, wie vortrefflich ge-zeichnet und voll Leben sind die Pferde. Während das eine. Streitross den Hals reckt, um den Druck des Gebisses zumindern, kaut ein anderes mit niederländischem Phlegmaam Zaume und wirft ein drittes ungeberdig den Kopf zwi-schen die Beine. Auch Hubert’s Klepper zeigt viel natür-liches Feuer und sträubt sich gegen den ihm durch dieZügel auferlegten Zwang.
Schon der Gegenstand bringt es mit sich, dass die ent-sprechenden Tafeln auf dem anderen Flügel (Feld XI u. XII)(rechts vom Mittelbilde) einen geringeren Reiz auf den Be-schauer üben. Am Fusse eines Felsenhügels, auf dessen be-waldetem Gipfel wir einzelne Palmen und Orangenbäumeunterscheiden, zieht eine Schaar Büsser und Einsiedler ein-her, mit wirrem Haare und Barte, in Kutten gehüllt, mitPilgerstäben und Rosenkränzen versehen. Zwei weiblicheHeilige, die eine als Magdalena durch die Salbbüchsecharakterisirt, scliliessen den Zug, der aus einem Orangen-haine herauskommt, in welchem zwischen den vollsaftigenBlättern die gelben Früchte glänzen. Der Riese Christo-pliorus in langem, rothem, plump geworfenen Mantel führt