DIB AUSSENTAFELN.
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auf der letzten Tafel die Pilgerschaar an, ehrliche aberhässliche Gesellen, die aus einem ähnlichen landschaftlichenGrunde, wie die Eremiten hervortreten. Die Treue in derWiedergabe einer Cypresse und einer Palme überrascht auchhier in hohem Masse.
Bei geschlossenen Flügeln entfaltet sich begreiflicherWeise keine so lebendige Scene vor unseren Augen, alswenn der Schrein geöffnet ist und die Haupttafeln ihrenreichen Inhalt ausstrahlen. Der geschlossene Altar zerfälltin zwei Hauptabtheiluugen, von welchen die obere die Ver-kündigung, die untere die Bildnisse des Jodocus Vydts undseiner Frau, so wie die in Steinfarbe gemalten Statuen desEvangelisten und Täufers Johannes enthält. In den halb-kreisförmigen Abschlüssen der Tafeln sind über den Mittel-tafeln zwei Sibyllen (Feld a und ß), über den Flügeln diePropheten Zacharias und Micha (Feld 7 und 8) dargestellt.Mit Ausnahme der beiden Portraits und der Verkündigungdürften diese Aussentafeln von Schülern der Brüder vanEyck berühren, nur unter der Aufsicht der letzteren ge-schaffen worden sein. Wenig erfreulich erscheinen dieJohannesbilder (Feld a und b). Das Streben, Steinwerktäuschend nachzuahmen, liess auch an dem in der gleich-zeitigen Plastik herrschenden schweren Faltenwurf, an deneckigen Brüchen, den übel gewählten Köpfen und den schlechtgefügten Gliedmassen festhalten. Der Beiz der Farbe, sonstgerade bei diesen Meistern so wirksam, fällt hier natürlichfort und wird keineswegs durch eine hervorragende Tüchtig-keit der Zeichnung ersetzt. In seiner ganzen Stärke offen-bart sich der Maler dagegen wieder in den beiden Portraits.Gar lebendig tritt uns die Person des Jodocus Vydts,in der Steinnische links vom Täufer knieend, entgegen (Feld c).Er ist barhaupt, in einen rothen Tuchrock gehüllt, dessenPelzfutter am Kragen und Aermeln als Besatz sichtbar wird.Die Aermel sind von eigenthümlichem Schnitt; an der Hand-wurzel beinahe anschliessend laufen sie unten in einen Sack
Aeusserc
Flügel.