ANGEBL. WERKE HUBEET’S IN GALERIEN . . 77
Eyck, doch ohne ausreichende Berechtigung zugeschriebenwerden, nennen wir noch folgende:
In der Antwerpener Galerie ein Diptychon mit der ^2“säugenden Maria und den beiden Stiftern (Mann und Frau)im Halbbilde, eine ganz untergeordnete Leistung. 1
Die h. Catliarina im Belvedere in Wien , 2 * von einem Il , 0 Särina..Nachahmer der Eycks, miuiaturartig gemalt, mit dem Schwerte in der Hand, das zerbrochene Bad und eine Krone zu ihrenFüssen , zeigt graue Fleischtöne und plumpe Modellirung.
Der Hintergrund bildet eine Landschaft.
Ein ungleich grösseres Kunstinteresse weckt ein kleinesTriptychon in der Lichtensteingalerie in Wien mit der An-
Wien An-
betung der Könige. 2 Die Madonna im blauen Mantel hält imtung aurauf dem Mittelbihle das Christkind auf dem Knie, welchesvon einem Könige verehrt wird. Diesem zur Seite knietJoseph im rotlien .Mantel, zwei Hirten blicken durch dasFenster’, Ochs und Esclein stehen rechts im Hintergründe.
Auf dem linken Flügel sind die zwei anderen Könige, aufdem rechten der h. Stephan mit dem Donator, einem Dom-herrn, gemalt. So vollendet und fein ausgeführt die Arbeitauch sein mag, so wehren doch die kalten, grauen Schattenden Gedanken an Hubert oder Jan van Eyck ab; das Altär-chen entstammt dem Schlüsse des fünfzehnten Jahrhunderts,ebenso wie das Portrait im Museum zu Dijon , welches den Portrait.Kanzler Rollin darstellen soll und auf Hubert zurückgeführtwird. 4 Vollends fremd sowohl dem Hubert wie dem Jan van Eyck ist der Christuskopf, welcher aus der Galerie
1 Antwerpener Museum. Nr. 517.Holz. 0,29 h. — 0,19 l>r. Aus derSammlung Ertborn, jetzt als „Un-bekannt“ catalogisirt.
Stockw. II. Zimmer. Nr. 22. Holz.
7" h. — 4 “ br. Es ist das Gegen-stück zu einer Madonna unter demThrone ebendort Nr. 18 und vonderselben Hand geiualt. Waagen