JAN’S BESTALLUNG.
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den Künstler in sein Gefolge aufnalim. Seine Bestallungempfing Jan van Eyck am 19. Mai 1425. Sie war, wiezahlreiche Rechnungen zeigen, in Brügge ausgestellt und be-rechtigte den Maler zu einem Jahresgehalt von 100 Livres;ein Diener und zwei Pferde waren ihm ausserdem ausgesetzt,wahrscheinlich auch eine Miethsentscliädigung. 1 Dass Jan van Eyck seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Brügge ge-nommen habe, wird, seitdem es Guicciardini zuerst ausge-sprochen, ohne 'Widerrede geglaubt. Eür die ersten Jahreim Dienste des Herzogs trifft diese Behauptung aber nichtzu. 2 Aus Rechnungen des herzoglichen Hoflialtes wissenwir, dass Jan van Eyck vom August 1425 bis Mitsommcr1428 in Lille lebte. Er war mit seiner ganzen Habe da-hin übergesiedelt und hatte die Wohnung im Üause desMichael Ravary, Aufsehers über die herzoglichen Bauten,genommen. 3 Ueberhaupt legte die Verpflichtung, demHerzog auf seinen Wanderungen zu folgen, der sesshaftenLebensweise des Künstlers arge Hindernisse in den Weg.Wie rastlos aber diese Wanderungen waren, beinahe un-
1 De Laboräe, Leu äucs de Bour-gogne, Preuves, I. XL.
2 Audi in Gent hatte Jan damalsnicht seinen ständigen Aufenthalt.Dieses geht aus dem Umstande her-vor, dass nadi dem Tode Hubert’sdie Erben, und das waren dodi seineBrüder Jan und Lambert, die Taxezahlen mussten, welche von denfremden Erbberechtigten erhobenwurde. Die Eintragung lautet:„1426 Van den hoire van Lubreclitvan Eyke VI. s. g.“ Doppelteswird dadurch bewiesen: Das Todes-jahr Hubert’s, und die Nichtzugehörig-keit der Familie Eyck zu Gent .Carton p. 209.
3 (November) „A Miquiel Itavarypour le louage d’une maison enlaquelle Johannes de Eck, varlet dechambre et paintre de MdS. a parl’ordonnance et commandement deioollui S. demoure par doux annees,
Cr owe, Niedcrläud. Maleroi.
finissans au jour Saint Jelian Bap-tiste darrenier passe, comme apportpar quittance dudit Micliiel, et certi-fieation de MdS. de Oroy, sur oeXLVI fr. IIII s. Compte de GuyGuilbaut, 1er Janv. 1427, jusqu’au31. Dec. 1428.“ — De Laboräe, LesDucs de Bourgogne I. p. 255.Dieser Michel Bavary scheint einAgent des Herzogs gewesen zu sein,.der sowohl Einkäufe für ihn be-sorgte (er bestellte 1424 einen gold-durclrwirkten Seidengürte]) als auchüber die Bauten Aufsicht führte. AlsBauaufseher in Lille bezeichnet ihnWeale, von dem die jüngste Notizüber Itavary stammt. (Academy.11. Juli 1874.) Da zur selben Zeitin Lille des Herzogs Capelle restau-rirt wurde, so ist es wolil möglich,dass Jan’s Berufung dem Büder-schmucke derselben galt.
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