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diesem Anlasse die Stiftung. Der Führer der Gesandtschaft,Herr von Roubaix , wurde zum Ritter dieses hohen Ordenserhoben; welchen Lohn Jan van Eyck empfing, ist unbekannt.Das Bildniss der Infantin Isabella ging verloren und dieeinzige Spur von Jan’s künstlerischer Thätigkeit währendder Reisezeit ist ein Vermerk in dem Inventare der RegentinMargaretha von Oesterreich , welcher sich auf das Bild einer„schönen Portugiesin“ bezieht. 1
Von dieser Zeit- an scheint Jan van Eyck den ständigenAufenthalt in Brügge genommen zu haben. Man hat wohlMühe, in dem heutigen Brügge mit seinen öden, grasbe-wachsenen Gassen und Plätzen, mit seinen sumpfigen Canälendas Brügge des Mittelalters wieder zu erkennen, das sich desgrössten Handelsreichthums, des lebendigsten Verkehrs imReiche rühmen durfte, das durch seine Mauern ebenso ge-schützt war gegen die Stürme eines Landheeres, wie durchseine Binnenlage gesichert gegen die Angriffe zur See. MitSluys, seinem Hafen, jetzt einem Dorfe weit ab von der See,war es durch einen Canal verbunden, welcher gestattete,dass die grössten Galeeren und Caravellen an den Stadender Stadt anlegen konnten. Hier lagerten das ganze' Jahrhindurch die köstlichsten Producte des Mittelmeeres undder Levante , die Vliesse Altenglands und Pelze des Nordens,hier sammelte sich im Kreise der heimischen Patrizier undfremden Kaufherren ein Reichthum an, der die würdigeGrundlage eines glänzenden Hof haltes bildete, liier waren alleBedingungen gegeben, eine Colonie von Künstlern dauerndzu beschäftigen.
An Daten aus den Jahren 1430—1432 sind wir sein-arm. Wir wissen nur, dass Jan van Eyck im J. 1431 von
i S. Le Glay. Inventaire deMarguerite d’Autriclie; denselben auchbei De Laborde. Paris 1850. p. 26.Das Bild der schonen Portugiesinbefand sich noch 1516 in Mecheln .
Sie trug ein rotlies Kleid mit Zobelbesetzt und war vom li. Nicolausbegleitet. Don Diego de Guevarahatte das Bild der Regentin verehrt.