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Geschichte der Altniederländischen Malerei / J[oseph] A[rch.] Crowe und G. B. Cavalcaselle ; Bearb. Von Anton Springer
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APOKRYPHE BILDER.

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mittelbar nachdem er das treffliche Portrait seiner Fraugeschaffen hatte, ein so schlechtes Bild aus seiner Werk-stätte hervorgehen liess? Trotz der Unterschrift, ja wegenderselben muss die Aechtlieit des Brügger Christuskopfesgeleugnet werden.

. Was die Münchner Bilder, die auf den Namen J cill Anbetung

der Könige.

van Eycks gehen, betrifft, so gehören der h. Lucas unddie Anbetung der drei Könige mit der Verkündigung undDarstellung im Tempel als Flügelbilder zu den besserenWerken des Van der AVeyden . 1 Die andere Anbetung derKönige 2 3 muss viel tiefer gestellt werden und rührt voneinem Nachahmer der altflandrischen Meister her, welcherin der ersten Hälfte des sechszehnten Jahrhunderts lebteund malte.

Derselben Zeit gehört die Madonna in der Barbara-cniSuivocapelle im Castel nuovo zu Neapel an, welche bald für ein Madonna 'Werk Jans, bald für ein Werk Donzellis ausgegeben wirdund die Portraits von Alphons von Arragonien und dessenSohne enthalten soll . 2

Die Madonna mit dem h. Joachim und der h. Anna jJadonmi

welche dem Christkinde eine Birne reicht, in Dresden dürfteauf einen Schüler Jan van Eycks zurückzuführen sein , 4 da-gegen muss das Portrait des Cardinais von Bourbon in der Niir , lbcrgMoritzcapelle zu Nürnberg aus chronologischen Gründen ^orfrait p '

1 München , Pinakotek, Cab. III.Nr. 42 und 3537. Siehe unter Rogervan der Weiden .

2 München , Pinakothek . Saal. I.Nr. 45. Holz, halblebensgrosseFiguren: 3'10 h. 5'13' br.Vom Grafen Rechberg 1816 erworbenund jetzt auf Gerhard Horeboutzurückgeführt, auf Grund der Aehn-liclikeit mit einer Composition imCodex Grimani in Venedig , die aufseinen Namen getauft wird.

3 Nach Miindler (Cicerone p. 855)

kann überhaupt von einem Meisternicht die Rede sein, das Ganze mit

Anklängen an Rafael, Leonardo undNiederländer erweist sich als sehrschwaches Product.

1 Dresden , Galerie. Nr. 1714. Holz.0.65 h. 0.48 br. Das Monogrammsieht einem zusammengezogenengotliischen Ab ähnlich. In GuarientisAbecedario pittorico , 1753, ArtikelAbeyk wird die Existenz des Datums1416 behauptet. Es ist jetzt nirgendszu sehen. Waagen (Handbuch p. 94)hat das Bild dem Pieter Cristusohne zureichenden Grund zuge-schrieben.