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der zünftige Kunstbetrieb schon lange heimisch. Ein Malergleichen Namens wurde 1395 in der 8t. Lucasgilde in Gent freigesprochen, ein Lievin van Goes 1406 in dieselbe Zunftaufgenommen. 1 Unser Hugo erwarb sein Meisterrecht inGent im J. 1465. Ob er hier, oder ob er in Brügge oderin Antwerpen geboren sei, bleibt ungewiss. Für Antwerpen spricht Guicciardini’s Zeugniss 2 , den „Schilder van Brugghe“nennt ihn van Mander 3 , eine gleichzeitige Urkunde lässt ihn„van der Stad van Ghendt glieboren“ sein. 1 Keine Spur führtferner zu der Werkstätte des Hubert oder Jan Eyck , ebensowenig wird die Meinung, dass er in seiner Jugend von Stadtzu Stadt gewandert sei, oder wie so manche seiner Genossenein unruhiges Leben geführt habe, durch irgend eine Tliat-sache gestützt. Einzelne freilich flüchtige Nachrichten, diesich von ihm erhalten haben, lassen ihn zunächst in Brügge ansässig sein, wo er durch seine Fähigkeit, grosse Flächenrasch zu bemalen, zu Ansehen gelangte.
Die Unbrauchbarkeit der Wandmalerei im nördlichenKlima war durch die Erfahrung sattsam erwiesen; dochblieb der Wandschmuck besonders bei öffentlichen Fest-lichkeiten schwer vermisst. Die kleinen Tafeln, auch zuTriptychen auseinander gelegt, taugten nicht dazu, Teppichewaren wohl von prächtiger Wirkung, aber sehr kostspielig.Hugo, vielleicht auf die Erfahrungen gestützt, die er inseiner Jugend im Malen von Schilden und Fahnen sich er-worben, versuchte auf grossen Tüchern historische oderbiblische Compositionen wiederzugeben, welche vortrefflichdie gewirkten Teppiche ersetzten, dabei den Vortheil grosser