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sich freilich auf die Anfertigung von Fahnen, Standartenund Wimpeln ein. Nach seinem Tode 1417 übernahm11 ue de Bo u log ne den Posten in Hesdin . 1
Hesdin und immer wieder Hesdin kommt in den Rech-nungen des burgundischen Hofhaltes vor. Schloss Hesdin war ein Lieblingsaufenthalt Philipp des Guten, wohin ersich zurückzog, um einige kurze Augenblicke seinem Ver-gnügen ruhig zu leben. Gar seltsam stach Hesdin ab gegelidas Lustschloss Ludwigs XI. in der Nähe von Tours, woauf dem Boden Mordinstrumente versteckt lauerten, um denUnvorsichtigen, der auf verbotenen Pfaden ging, zu ver-stümmeln. Auch Hesdin besass Fallen und geheime Vor-richtungen mannigfachster Art. Sie dienten aber nur dazu,um wenn auch derbe doch harmlose Scherze auszuführen, inwelchen sich die Laune des Mittelalters gefiel und welcheder kräftig gesunden Natur der Völker jener Zeiten entsprach.
Wollte z. B. ein Uneingeweihter in Hesdin eine Galeriedurchschreiten, so trat ihm plötzlich eine hölzerne wasser-speiende Figur entgegen. Er wurde nicht allein erschreckt,sondern auch tüchtig mit Wasser bespritzt. Wollte man denSpass noch weiter treiben, so wurde noch eine Reihe vonBürsten in Bewegung gesetzt und der arme Dulder kam jenachdem mit einem weiss oder schwarz angestrichenen Ge-sichte zum Vorschein. Eine andere noch wundervollereMaschine gab es, welche den Vorübergehenden packte undwindelweich prügelte.
Auf eine neue Falle stiess man in der Mitte der grossenGalerie, die mit der Figur eines Wahrsagers in Verbindungstand und wobei es besonders auf die Damen abgesehen war.Sobald diese sich dem Wahrsager näherten, um ihr künftigesSchicksal zu vernehmen, so öffnete sich die Decke und liess
1 Hue de Boulogne erhielt als parisis, ausserdem „six sestiers de„paintre“ und „varlet de chambre “und ble pour les oiseaux estant eu ladite
als gouvemeur d’orloge, gaiole et gaiole“ De Laborde, les Ducs de
autres engins d’esbatement du chastel Bourgogne. I. Introd. p. LV.de Hesdin ein Gehalt von 16 fr.
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