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•JE HAN MARTIN-.
selbe verunstaltet. Es wurde nun ausbedungen, dass diePortraits (volle Länge, Lebensgrösse) etwa 30 an der Zahlin Oel sollten übermalt, jedem Bildniss das Wappenschild,das Geburtsjahr und die Zahl der .Regierungsjahre beige-fügt werden, „gerade so wie es bei den Bildnissen derselbenGrafen in Courtrai geschehen war.“ Eine Frist von vierMonaten erhielten die Maler und als Lohn die Summe von6 livres und 6 sols de gros (etwa 72 livr. parisis) zuge-sichert.
Uns sind diese Malereien nur aus dem eben erwähntenVertrage bekannt. Sie sind längst von der Mauer ver-schwunden, ohne dass wir, nach der Kürze der zubemesse-nen Arbeitszeit und der Kargheit des Honorars zu schliessen,besondere Ursache hätten, den Verlust zu betrauern.Willem Axpoele hört seitdem auf, als Genosse und GehilfeMartins aufzutreten. Martin treibt sein Gewerbe allein oderin Verbindung mit Willem de Ritsere. Im Jahre 1422reinigte und firnisste Martin 16 eiserne Feldschlangen,welche Colard Guyse von Maubeuge an die Stadt Gent ab-geliefert hatte. Sein Entgelt dafür betrug 20 Schillinge,etwa 1272 livres parisis. Auch in der Eingangshalle desScepenhuus in Gent finden wir ihn wieder (1431—32) be-schäftigt, später als Maler von Fahnen, Standarten, Wappen-schilden thätig. Er scheint in seinen letzten Jahren dieBestellungen an seinen Sohn Nabor Martin übertragenzu haben. Dieser 1404 geboren, gewann das Meisterrechtin der Zunft 1437.
Nabor’s Namen kommt in den städtischen Rechnungenhäufig vor, so in den Jahren 1440—43, 45, 46, 48 und 49in Verbindung mit Zahlungen, welche für die decorativenWandmalereien geleistet werden und für ein Altarbild inder Capelle des „Scepenhuus.“ Für decorative Arbeitenin einer Capelle empfing er 15 liv. 3 escal. und 4 den. degros (183 liv. par.) ausbezahlt, für eine Kreuzigung undandere Kunstarbeit in der Chorcapelle 21 livr. de gros oder