NABOß MARTIN.
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252 livr. par. Im Jahre 1448 lieferte er Zeichnungen fürdas Schnitzwerk und Geländer am Genter Beffroi . Er ver-schmähte auch nicht, bei verschiedenen Anlässen Palmenund Schilde zu malen. So, als die Genter eine Gesandt-schaft nach Paris schickten, malte er zwölf Wappenschilde,welche über den Tliüren der einzelnen Gesandten aufgehängtwerden sollten, um ihren Rang zu bezeichnen. Selbst sokleine Aufträge, wie das Malen einer Windfahne über demThore, welches in das Hospital S. Bavon führt, das An-streichen des Gitterwerkes am Scepenhuus hielt er nichtunter seiner Würde. Ohne den Titel eines stede scilderezu führen, war er doch thatsächlich viele Jahre für dieStadt beschäftigt.
In späterer Zeit übernahm er auch bedeutendereWerke. Ein Flügelaltar für die Walburger Kirche inOudenarde wurde ihm im Januar 1442 (—43) vertrags-mässig anvertraut. Er sollte ihn am 24. Juni abliefern, daer die Frist nicht einhielt, so wurde er vor den Schöffengebracht, der ihn verurtheilte, sofort nach Oudenarde auf-zubrechen und das Werk an Ort und Stelle zu vollenden,unter der Strafe von 1 livr. de gros (12 livr. parisis) fürjede einmalige Entfernung von dem Orte. Im Jahre 1443(—44) schloss er wieder einen Vertrag ab, in welchem ersich anheischig machte, für die Kirche von Lede (zwischenGent und Alost gelegen) ein Altarbild mit der Himmel fahrt Mariä für den Preis von 20 livr. de gros zu liefern,und sollte er den Vertrag nicht einhalten, sich einer Strafevon 6 livr. de gr. und der Ausstossung aus dem Meister-amte zu unterwerfen. Weiter wurde verabredet, dass dasvollendete Werk geschworenen Zunftgliedern vorgelegtwürde, welche entscheiden, ob das Bild der im Vertrag ge-nannten Summe gemäss sei, oh es einen grösseren odergeringeren Werth besitze. In dem einen Falle zahlen dieKirchmeister von Lede den Ueberschuss, in dem anderenmuss Nabor mit der geringeren Summe sich begnügen.