ALBERT VAN OUWATER.
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Ouwater’s Dasein wird auch durch den „AnonymusMorelli“' bekräftigt, der von den Landschaften des „Albertod’Olanda“ in der Sammlung des Cardinais Grimani inVenedig spricht. 1 Da die authentischen Werke Ouwater’sverschwunden sind, van Mander die Lebensdauer des Manneszu bestimmen versäumt, so sind wir unfähig, uns ein Bildvon ihm und seinem Wirken zu entwerfen. Wohl brachteman seinen Namen bald mit diesem, bald mit jenem Galerie-bilde in Verbindung, in der Regel aber ohne zureichendenGrund. So wurde ihm z. B. im Museum zu Köln die Kreuz-abnahme zugeschrieben, 2 ein Votivbild, welches laut Rahmen-inschrift der Professor der Theologie „Gerardus de monte“1488 gestiftet hatte ^ und in welchem sich leise Anklängean die verschiedensten Schulen, an jene von Brüssel, Köln und Nürnberg entdecken lassen. Der todte Christus wieder-holt in seinen mageren Formen, seiner lang gezogenenGestalt die unangenehmen Eigenschaften Van der Weydensin der übertriebensten Weise. Joseph von Arimathia , derden Leichnam Christi an den Schultern gefasst hat, mahntin den Verzeichnungen der Beine und Füsse an die Nach-folger des Meister Stephan von Köln; andere Theile desBildes endlich könnten in der Werkstätte Wohlgemuths inNürnberg entstanden sein. Wäre die Annahme von Ouwater’sAutorschaft begründet, so müssten wir den Künstler demHaufen unbedeutender, bloss von der Nachahmung fremderMuster lebender Maler zuzählen, von welchen es im Anfängedes sechszehnten Jahrhunderts in den Niederlanden undam Rheine wimmelte. Dann bliebe es aber unverständlich,