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Geschichte der Altniederländischen Malerei / J[oseph] A[rch.] Crowe und G. B. Cavalcaselle ; Bearb. Von Anton Springer
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TECHNISCHE EEEOEMEN IN ITALIEN .

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dass die Oelmalerei früher in Toscana als in Venedig ge-übt wurde, sodann regt sich der Zweifel, oh Jan van Eyck lange genug gelebt, um Antonello persönlich unterrichtenzu können, drittens endlich steht fest, dass die Technikder Oelmalerei in Venedig und in Florenz eben so ver-schieden sei, wie die Zeit der Einführung.

In Toscana scheinen die ersten Versuche, an die Stelleder Tempera eine andere Malweise zu setzen, mehr alsdreissig Jahre nach der Zeit zu fallen, in welche man dieErfindung Van Eycks setzt, dann aber, und auch das istbezeichnend, schränken die Florentiner die Reform nichtauf die Tafelmalerei ein, sondern prüfen auch neue Binde-mittel, welche sich in der Wandmalerei verwertlien lassen.Dass sie in letzterer Beziehung keinen Erfolg hatten, einMisslingen der Versuche eingestehen mussten, hat vielleichtzu dem Misstrauen beigetragen, mit welchem hier zuerstdie Oelmalerei betrachtet wurde.

Ungefähr in derselben Zeit, in welcher im Norden dieOelmalerei sich auszubreiten begann, schrieb Cennino Cennini in Padua den berühmtenTractat der Malerei, in welchemer die den Schülern Giottos geläufigen Recepte, welchesich auf die Mischung der Farbstoffe mit gekochtem Leinölbeziehen, mittheilt. 1 Noch fünfzig Jahre später (146064)spricht Filarete von der Oelmalerei als einerangenehmenKunst, wenn ihr sie kennt; .er bejaht, dass sie von Van Eyck und- von van der Weyden ausgeübt werde, er selbsthält sich von ihr fern und spricht dieses in Worten aus,die eine ziemlich allgemeine Abneigung der Italiener gegendieselbe vermutlien lassen. Und dennoch mussten, wenn wirVasari Glauben schenken, damals schon alle entscheidendenSchritte geschehen sein, welche zur Annahme der Oeltcchnikführten, und die Verpflanzung derselben durch Antonello

1 Das Btich von der Kunst, übersetzt von Ilg. Wien 1871. (Quellen-schriften I.) Cap. 90. S. 60 ff.

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