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selben Jahre entstammt der Joliannesaltar in Berlin , vonwelchem eine kleinere Wiederholung sich im StädelschenMuseum in Frankfurt befindet. Auf drei Tafeln 'werdenuns die Geburt Johannes, die Taufe Christi und die Ent-hauptung Johannes vorgeführt . 1
Vielleicht besser als die Bezeichnung: Geburt des Täuferspasst für das rechte Flügelbild die andere: Namengebung-.Angelehnt an den Bogen, welcher die Scene einfasst, sitztder alte Zacharias, mit Tintenfass und Feder bewaffnet,um auf ein Stück Papier auf seinem Knie den Namen desKindes zu schreiben, ihm gegenüber steht eine Frau (offen-bar ist die Madonna als Pathin gemeint), welche ihm aufihren Armen das Kind entgegen hält. Im Hintergründeder wohnlichen Stube ruht im Ehebette die Wöchnerin,von der sorgsamen Wartefrau bis zum Gesichte in Heckengehüllt. Durch die geöffnete Thüre gewahrt man ein paarNachbarinnen, die zum Besuche kommen.
Ziemlich symmetrisch ist die Taufe Christi angeordnet.Dieser steht in der Mitte des Bildes bis zu den Knieenin den Wellen des Stromes, dessen gekrümmten Lauf manbis zum fernen Horizonte verfolgen kann; rechts hält einknieender Engel das Gewand bereit, während links derTäufer , seiner kargen Nahrung entsprechend mager undabgehärmt, die Hohlhand über dem Heiland hält, um ihnmit Wasser zu begiessen. Oben in feuerrothen Wolkenerscheint Gottvater.
Reiche Staffage belebt das linke Flügelbild. Im Vorder-gründe hat der (schlecht gezeichnete) Henker den Kopfvom Rumpfe des Täufers getrennt und legt ihn auf die
i Berliner Museum. Nr. 534 1 ’.Auf Holz. Jede Tafel 2' 5%" h.und 1' 6 V 2 " br. Alle drei Tafelnin einem Ralnnen. Hie FrankfurterReplica Nr. 67 ist 1' .3 3 / 4 " li. —9 3 / 4 " br. Die Gehurt und Taufe inBerlin wurden als Memling’s aus
der Sammlung K. Wilhelm II. vonHolland angekauft, die Enthauptungin London erworben. .Das frank furter Altarchen stammt aus Mai land . Von den Berliner Tafeln hatdie Photogr. Gesellschaft Photo-graphien herausgegeben.
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Jlerlin
Johannes-
altar.