UNDATIRTE WERKE.
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Ländereien in Empfang zu nehmen, welche sie nach HansMemling’s Tode geerbt hatten. Um diese Zeit also warder Meister verstorben. 1
Wir haben bis jetzt nur jene Werke Memling’s hervor-gehoben, welche entweder die Grundlage chronologischerUntersuchungen bilden, oder in welchen sich die künst-lerischen Eigenschaften des Meisters und sein Entwickelungs-gang am deutlichsten abspiegeln. Dass ihre Zahl nicht er-schöpft wurde, bedarf keiner besonderen Versicherung. Wirholen das Versäumte nach und geben zum Schlüsse einVerzeichniss der noch nicht erwähnten Originalwerke Mem-ling’s , sowie jener Gemälde, über welche die Acten nochnicht geschlossen sind, bei denen entweder eine genauerePrüfung aussteht, oder bei welchen Memling’s Urheberschaftberechtigtem Unglauben begegnet. Ausgeschlossen sindnatürlich alle Bilder, welche ein späteres Datum als 1495,das Todesjahr Memling’s, tragen; sie sind es auch dann, wennsie unter dem Namen Jan oder Johannes gehen. DiesesSchicksal trifft zunächst den Altar von Miraflores , mitSchilderungen aus dem Lehen des'Täufers, welcher in denJahren 1496 —1499 von einem „Juan Elamengo“ gemaltwurde, 2 sodann die Malereien des „Juan de Elandes“ ehe-mals in der Kathedrale von Palencia in Spanien , welchePassavant erwähnt 3 und endlich ein Diptychon im Antwer-pener Museum vom Jahre 1499. 4
Dagegen tragen folgende Werke den Stempel derAechtheit:
Zwei kleine Bilder in der Nationalgalerie in London,j .Johannes den Täufer und den h. Laurentius darstellend, '
1 „Den x ec dach van decembre a°
[m cccc] xcv, zo brachten de voor-
sclireven voocliden te behouve van
den voorschreven kindren te pampierevan weesen, volglrende liuerliedeneedt, de groote van de voorschrevenhindere ghoedt hemheden toecomenende verstowen by den overlydene
van hueren voorschreven vader.“Ebend.
2 Ponz, Viage de Espana vol. XII.p. 50.
3 Kunstblatt 1843. Nr. 61.
4 Antwerpener Museum. Nr. 255,256.