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Geschichte der Altniederländischen Malerei / J[oseph] A[rch.] Crowe und G. B. Cavalcaselle ; Bearb. Von Anton Springer
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IN PALERMO .

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bläser entspricht auf der anderen Seite ein Lautenschläger,welchem sich eine Gruppe von drei kleinen bausbackigenSängern anschliesst. Der eine trägt ein blaues, der andereein rotlies Böckchen, von dem Dritten sieht man nur denKopf. Im Hintergründe gewahrt man zunächst einen phan-tastischen Tempelbau, diesem vortretend einen Brunnen voneiner erzenen Bildsäule gekrönt. Weiter nach der Mitteund nach rechts sind dicht belaubte Hügel, und in derFerne sodann blaue Berge geschildert. Vom Mittelgründesteigt eine Frau mit hellem Kopfbunde herab, am Brunnenwandelt ein Mann.

Das Chorgestühl von heller Holzfarbe in dem üppigstenspätgothischen Zierstiel gehalten, mit Eselsrücken, Frauen-schuhen und wie die manierirten Formen der spätgothischenBaukunst heissen mögen, beladen, setzt sich auf den beidenFlügeln fort, so dass die Scene eine feste geschlossene Ein-heit gewinnt.

Auf dem rechten Flügel windet die h. Dorothea umeinen Reif rothe und weisse Rosen. Ueber ihr Haupt hatsie ein weisses Kopftuch geworfen, in ein enganschliessendesgelbgrünliches Gewand ihre Glieder gehüllt. Der Hemdsaum,oben sichtbar, ist zur Krause gefaltet, um den Hals einegoldene mit Saphiren und Rubinen geschmückte Kettegeschlungen. Zur Seite stellt ein Engel in liellrothem Rocke,der Heiligen Rosen reichend. Ein gotliisclier Springbrunnen,um welchen Kinder lustig spielen, belebt den Hintergrund,in dessen Ecke auf bewaldetem Hügel sich eine Burg mitThürmen aufbaut.

Die Braut Christi, die h. Katharina, nimmt den linkenFlügel ein. Ueber dem goldgestickten Kopftuche von rothemSammet trägt sie eine Krone, das blaue Untergewand wirdvon einem weissen Mantel bedeckt. Während sie mit derRechten einen reich gefassten Ring emporhält, ruht ihreLinke auf einem Buche, in welchem gleichzeitig ein ihr zurSeite stehender goldgelockter Engel blättert. Vor ihr auf