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Geschichte der Astronomie / von Rudolf Wolf
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l, Capitel . Das Ptolemäische Weltsystem.

— und sie waren wohl auch zunächst die Ursache, um welcherWillen sich 1471 Ncgiomontan gerade in Nürnberg niederließ,da er daselbst am ehesten hoffen konnte, die in Italien gesam-melten Schätze an Manuskripten zum Abdrucke bringen zu tonnen.

— Regiomontan wurde bei seinem Einzüge in Nürnberg von denangesehensten Bürgern mit Auszeichnung aufgenommen st und derreiche Patricier Bernhard Walther machte es sich zur Ehre, alsSchiller zu den Füßen des jüngern Mannes zu sitzen, und mitfürstlicher Freigebigkeit an der Rvsengasse. eine Sternwarte zubauen, für welche die besten Handwerker und Künstler, die Nürn-berg besaß, aus Holz und Erz kostbare Instrumente zu liefernhatten und die sodann mit den Beobachtungen eingeweiht wurde,zu welchen der 1472 I 13 in Sicht gekommene Komet ver-anlaßtest. — Neben der praktisch-astronomischen Thätigkeit hieltRegiomontan auf Wunsch des Magistrates auch öffentlicheVorlesungen über Mathematik und Astronomie, jedoch ohnedarüber den Hauptzweck, um dessen Willen er nach Nürnberg gekommen war, zu vergessen. Da sich nun zeigte, daß für dievielen mathematischen Zeichen und den schwierigen Tabellcnsatzdie Kräfte der Coburger 'schen Officin nicht ausreichten, so be-stimmte er Walther, eine eigene Druckerei anzulegen, mit derdann überdies; eine mechanische Werkstücke zur Anfertigung vonHimmelsgloben, Compassen und dergl. verbunden wurde. DaßRegiomontan selbst sehr kunstfertig war, ist kaum zu bezweifeln,wenn man auch die Angaben, daß er eine eiserne Fliege con-strnirt habe, welche von seiner Hand weggeflogen und endlich,gleichsam wie ermüdet, zu derselben zurückgekehrt sei, — odereinen hölzernen Adler, der dem Kaiser vor seinem Einzug in

st Murr gibt I. e. mim schon 1471 VII 1 von Regiomontan aus Nürn-berg an Christinn Roder in Hamburg geschriebenen Brief. Nach Ziegler istdagegen die ihm vom Magistrate gegebene Anfcnthaltsbcwillignng erst von 1471XI 29 datirt.

') Bernhard Walther lebte von 1430 bis 1904. Bergt, für ihn, seine In-strumente und die Arbeiten auf seiner Sternwarte 32, 38, 41, 44, 40 und 50.