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Geschichte der Astronomie / von Rudolf Wolf
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42. Die Sonnenuhren und Sonnenqnadranten.

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bezeichnet wurde: Zu Jngclhcim in der Pfalz 1489 geboren,war Sebastian Münster st erst ein Lieblingsschüler von Stöff-ler in Tübingen , folgte dann 1529 einem Rufe als Professorder hebräischen Sprache nach Basel , machte sich von dort ausdurch vielfache alttestamcntliche Arbeiten, welche er seinem schon1523 in Heidelberg publicirten hebräischen Lexikon folgen ließ,und fast noch mehr durch feine oft und in den verschiedenstenSprachen aufgelegte „6o8iuoZraxllig.. Beschreibung aller Länder "stimmer weiter bekannt, stet aber leider schon 1552 der Pest znmOpfer. In seiner 1531 zu Basel verlegten „(üompomtio lloro-loZioi-imLst seiner ebendaselbst 1537 gedruckten „Fürmalung undkünstlich Beschreibung der Horologien", und andern ähnlichenSchriften, die weite Verbreitung fanden, gab er, nach Art allerältern Schriftsteller, nur Constructionen, keine Beweise und keineFormeln. Auch sonst zeigte er große Vorliebe dafür, Instrumentezu construiren, mit welchen sich verschiedene astronomische Auf-gaben ohne Rechnung angenähert lösen lassen, so die Bestimmungder goldenen Zahl, des Sonntagsbuchstabcns, der Tageslänge,der Mondphasen und Mondfinsternisse ic., und es beziehen sichhierauf seine 1528 zu Oppenhaym und 1529 zu Wormbs er-schienenen Schriften „Erklerung des ncwen Instruments derSunnen, nach allen seinen Schehben und Cirkeln, — und: Er-klcrung des ncwen Instruments über den Mon gemacht w.," —ja auch in seiner Darstellung der ptolcmäischen Planctentheorie,s. 1536 zu Basel gedruckten „Oi-Mimm nramoum" bilden diebeweglichen Scheiben eine nicht unbedeutende Rolle. — Wie schonangedeutet, bereits etwas vor, namentlich dann aber noch langenach Münster , ja bis in das 18. Jahrhundert hinein, betraf einnicht unbedeutender Theil der astronomischen Literatur die Gno-monik, und es mögen hier noch einige der in dieser Richtungthätigen Schriftsteller und ihre betreffenden Schriften namhaft

st Borgt, für Münster II 1—26 meiner Biographien.

st Basel 1544 in Fot. und später, zuletzt 1628. Die erste lateinische Aus-gabe erschien 1660, eine französische 1662, eine italienische 1658 rc.