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Geschichte der Astronomie / von Rudolf Wolf
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5. Capitel . Das Copernicamsche Weltsystem.

und Descartes mit seinem 1637 erschienenen, auch für die reineMathematik so wichtigen „visoours äa In mstkioäs"st in her-vorragender Weise betheiligten, und sich um den endlichen glück-lichen Ausgang desselben hochverdient machten, wird Niemandbestreiten wollen; aber keiner von diesen Männern hat das Schwerstegethan, nämlich die erste Bresche in die gewaltige und wohl ge-hütete Festung gelegt, welche die Gefangenen umgab, — dieseskaum hoch genug anzuschlagende Verdienst um die Naturwissenschaften,zu dem es den Muth und die Opferfähigkeit eines Arnold vonWinkelried bedurfte, kömmt unbedingt Nicolaus Köper nikuszu und bildet nach meiner Meinung seinen schönsten Ehrentitel.

74. Nicolaus Kopernikus. Nicolaus Kopernik (Koppernigk ,Köppernigk, Copperingk, Cupernic, Czeppernick rc.) oder Coper-nicus wurde etwa am 19 . Februar 1473 in der an der Weichsel liegenden kleinen Handelsstadt Thorn geboren, die damals unterpolnischer Oberherrlichkeit stand, aber nicht zu Polen gehörtest.Sein Vater, der Kaufmann Nicolaus Kopernik, stammte nachmanchen und in der neuesten Zeit mehr und mehr bestätigtenAngaben aus Krakau, nach andern aus einem längst in Thorn angesessenen Geschlecht, aus dem schon 1398 „ein Bürger MichaelCzeppernick oder Cöpernik als Wächter auf dem Kulmer Thor auf-gestellt worden sei; die eine Vermittlung bildende Erzählung, daßer Bäcker gewesen, einige Zeit als Geselle in Krakau gearbeitet,darum nach damaligem Handwerksgebrauch den Beinamen„Krakauer" erhalten habe, und erst 1462 nach seiner Rückkehrvon Krakau als Bürger von Thorn eingetragen worden, ist nicht

st Rens Du Perron Descartes oder Cartesius wurde 1596 zu La Hayein Touraine geboren, brachte seine Jugend in Kriegsdiensten und auf Reisenzu, und ließ sich 1629 in Holland nieder, weil es nach dem 1624 gefaßtenParlamcntsbeschlusse, der Neuerer mit dem Tode bedrohte, „taisait trox elmuckpaar Im sn Kranes«. Auch in Holland als sog. Atheist vielen Verfolgungenausgesetzt, entschloß er sich 1649 einem Rufe der Königin Christine nach Schwe-den zu folgen, erlag aber schon 1650 zu Stockholm dem für ihn zu rauhen Klima.

st Nach „Wcrnicke, Geschichte Thorn's aus Urkunden, Documcnten undHandschriften bearbeitet. Thorn 1839—42, 2 Bde. in 8."