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belegt lind widerspricht sogar zum Theil einem Aktenstücke, nachwelchem er schon 1459 als Bevollmächtigter eines DanzigerBürgers vor dem Gericht der Altstadt Thvrn erscheint; sicherist es übrigens, daß er lange vor Geburt seines berühmtenSohnes dauernd seinen Wohnsitz in Thorn hattei> nd dort eingebürgert war, da er sich von 1465—83 imKührbuch unter den Altstädtischen Schöpften aufgeführt findet, —lind es unterliegt also für mich gar keinem Zweifel, daß Coper -nicn s als geborner Bürger von Thorn, das längst zu Deutsch-land gehört, gerade so gut als Deutscher zu betrachten ist, wiewir Schweizer z. B. die Cramer und Jallabert aus Genf zu denllnsrigen zählen, weil Genf jetzt zur Schweiz gehört, — daßaber auch die Polen ein gleiches Allrecht auf ihn haben, wie wirz. B. an Lambert aus Mühlhausen lind Piazzi aus Pontc imVeltlin"). Seine ebenfalls aus Thorn gebürtige Mutter wareine Schwester von Lueas Watzelrode, dem nachmaligen EpiseopusWariniensis oder Bischof von Ermeland , der sich für seinen Neffenvon Jugend auf interessirte, und so Wohl besonders dazu beitrug,daß derselbe eine gelehrte Laufbahn einschlug. — Nach muthmaßlichziemlich dürftigem Schulunterrichte bezog nämlich 1491 der jungeNicolaus die damals sehr berühmte und auch viele deutsche Stu-denten zählende hohe Schule in Krakau , wo er sich zunächst indie Artisten-Facultät einschreiben ließ, und hörte neben huma-nistischen Fächern namentlich auch Mathematik und Astronomie,sei es bei Albert Brudler oder Brudzewskysi selbst, der einsehr guter Lehrer gewesen sein soll, sei es, da Brudzewsky damalsöffentlich nur noch über Aristoteles gelesen zu haben scheint, bei
2) Weiter als so, muß ich gestehen, mich au dieser „brennenden Frage"wegen der Nationalität von Copernicus nicht erwärmen zu können, und darüberauf die unten folgende Literatur verweisen zu müssen.
h Albertus Blar de Brndzewo, genannt Brndzewski und wohl auch Pro-senius, wurde 1445 geboren, stand etwa von 1476—V4 als Pros. in Krakau ,und starb 1497 zu Wilna , wohin ihn Fürst Alexander von Lithauen alsSecretär berufen hatte. Ein von ihm verfaßter Commentar zu Pnrbach'sllitznrioss planstarum soll 1495 zu Mailand aufgelegt worden sein.