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deutschen Rechenmeister Adam Rieses der dieselbe in der 1565zu Frankfurt erschienenen Ausgabe") seines „Rechenbuches uffLinien und Ziphren" mit folgenden Worten gibt: „Wirdt gesatztvon zweyen falschen Zalen, welch der aufgab nach, mit fleiß exa-minirt sollen werden, in maßen das fragstück begeren ist, sagensie der Wahrheit zuvil, so bezeichne sie mit dem Zeichen xlu8,wo aber zu wenig, so beschreib sie mit dem Zeychen — minusgenant: Als dann nimm ein lügen von der andern, waz dableibt, behalt für dein teyler, multiplicir darnach im Creutz einfalsch Zal mit der andern lügen, nun eins vorn andern, und das'
seilen betragendes ülss. von Bürgi, das auf Pulkowa bei dein Kepler'schenNachlasse liegt, zeigt z. B. die Multiplikation
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also kannte Bürgt schon bei Abfassung seines jedenfalls noch aus dem 16. Jahr-hundert stammenden Manuskriptes die abgekürzte Multiplikation, — wandtedagegen das Komma damals noch nicht an, und setzte bloß, wenn es nichthinter die erste Ziffer zu stehen gekommen wäre, unter die Stelle der Einereine Null; so z. B. schreibt er 01414 und 1414, wo wir jetzt 0,1414 und 141,4schreiben. — Da Kepler, wie angeführt, die Decimalbruchrechnung von Bürgi,lernte, und besagtes Llss. sogar in seinem Besitze war, so ist somit die Nachricht(Grunert 24, xaZ. 206), er habe die Abkürzung der Decimalbruchrechnung erst1623 durch Prätorins (der, beiläufig erwähnt, schon 1616 starb) kennen gelernt. mehr als zweifelhaft.
") Dieser berühmte Rechenmeister, auf welchen sich das bekannte Sprichwort„Nach Adam Riese " bezieht, war 1402, muthmaßlich irgendwo in Franken ge-boren, kam etwa 1522 als Bergbeamter nach Annaberg , und lebte dort, zugleicheine Rechcnschulc führend, bis 1559. Seine Söhne Abraham und Jakob tratenin seine Fußstapfen. — Bergt, den von Bruno Beriet 1855 zu Annaberg aus-gegebenen Programm-Aufsatz „Ueber Adam Riese ".
ch Riese ließ schon 1525 zu Erfurt unter dem Titel „Rechnung aufs derLinien und Federn" ein Rechenbuch drucken, von dem muthmaßlich das Er-wähnte eine spätere Auflage ist.