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mals gelang, die Construction des astronomischen Fernrohrs zuvervollkommnen, sind voraus die Brüder Christian und ConstantinHuygens zu nennen, deren Ersterm man überdieß die bekannteRegel zur Bestimmung der Vergrößerung verdankt: Einerseitssuchten sie das Gesichtsfeld zu vergrößern und die sphärische Ab-weichung wenigstens theilweise zu heben, indem sie der plancon-vexen Augenlinse eine ebensolche, etwas innerhalb der Brenn-weite des Objectivs stehende sog. Collectivlinse beifügten, — undanderseits strebten sie dadurch stärkere Vergrößerungen zu erzielen,daß sie Objective von sehr bedeutender Brennweite schliffen; jasie gingen dabei so weit, daß einzelne ihrer Objective bis 100, jabis 210 Fuß Brennweite besaßen, mit welchen sie allerdings nurbei Nacht brauchbare, sog. „IVIosooxoo nöriorw" erstellten, beiwelchen je Ocular und Objectiv eigene Fassungen besaßen, unddas Verbindungsrohr weggelassen war. Auch ihr ZeitgenosseGiuseppe Campani in Rom genoß für Construction von Fern-röhren großen Ruf: Dominique Cassini machte einen großenTheil seiner bald zu besprechenden Entdeckungen mit von ihmbezogenen Instrumenten, und nach seinem Tode glaubte PapstBenedict XIV. den ganzen hinterlassenen Vorrath ankaufen unddem Institut von Bologna schenken zu sollen. — Anhangsweisemag noch erinnert werden, daß Jsaak Narrow in den von ihm1669 zu London Publicirten „Imotionos oxtiono" die bekannteBeziehung zwischen Gegenstands-, Bild- und Brennweite einerLinse bekannt machte, welche seither allen theoretischen Betrach-tungen zu Grunde gelegt worden ist.
114. Das Fernrohr als Visirmittel und das Sehen amTage. Das Anbringen des Fernrohrs an Instrumenten und seineVerbindung mit mikrometrischen Vorrichtungen kam nur sehr lang-sam in Gang. Die Angabe, daß Henrion schon 1630 einMikrometer besessen habe, ist falsch; es gab dazu die von ihm1630 zu Paris herausgegebene Schrift „I/nsaZo ckn Noooraotrs"bloß durch ihren Titel Veranlassung, — sie beschreibt in Wirk-lichkeit nur ein ganz gewöhnliches „Astrolabium" mit Transversal -