11t. Das Fernrohr als Visirmittel und das Sehen am Tage. 363
theilungff. Worin, den man wohl auch als Erfinder des Mikro-meters bezeichnete, sagt zwar in seiner 1634 zu Paris veröffent-lichten Schrift „UvoZitnätiinin sotsntta", daß er Fernröhren anInstrumenten angebracht habe: aber es waren „belgische", welchekein Fadenkreuz erlaubten, sondern auf die Absehen aufgelegtwaren. Etwas mehr Anrecht hat vielleicht der von 1593 bis1663 lebende toskanische Mechaniker und Baumeister FrancescoGenerini, da ein von ihm hinterlassenes, von Zach in derLidltotllsoa NaZIialisolltang. zu Florenz entdecktes Manuscript denTitel führt „Lrsvissiino ciisoc>r80 <lel tolosooxaro glt stroinsntiMorostrioi"; aber da weder Jahr, noch Art des Vorschlages an-gegeben werden, so läßt sich nichts Bestimmtes aussprechen. Diesichersten Ansprüche auf Erfindung des Mikrometers kommen ent-schieden dem bereits deßwegen vorläufig besprochenen EngländerWilliam Gascoigne zuff, indem derselbe 1640 die Durchmesservon Jupiter und Mars durch zwei mittelst Schrauben gegen ein-ander verschiebbaren parallelen Faden maß, also wirklich damalsschon ein Fernrohr mit mikrometrischer Vorrichtung besaß. —Von Hevel weiß man, daß er gegen das Fernrohr als Visir-mittel eingenommen war, und durch Spalten visirte, welche ermittelst Schrauben beliebig erweitern und verengern konnte; beiseinem scharfen Auge und seiner Uebung erreichte er dabei, wiesich Halley überzeugte, wirklich eine fast unbegreifliche Genauigkeitim Einstellen — Als definitives Visirmittel wurde das Fern-rohr eigentlich erst durch Auzout, der 1667 zu Paris einen,später noch zu besprechenden, „Matts än intoroinötrs" publicirte,und Picard, der im October 1667 mit einem Quadranten von9' 4" und einem Sextanten von 6' Radius beobachtete, die
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Halley wurde nämlich 1679 vonderRoxs-I Loeist^ nach Danzig gesandt,um an Ort und Stelle die Genauigkeit der Hcvel'schcn Beobachtungen zuPrüfen, welche von Hooke in seiner bekannten unverschämten Weise angezweifeltworden war; die von Halley mit und von Hevel ohne Fernrohr erhaltenenPositionen differirten nie um eine Bogemmnute, meist nur um ein paarSekunden.