Die ersten Entdeckungen mit dem Fernrohr.
127. Die Entdeckung der Somienflecken. Als, wenigeJahre nachdem Kepler einen vermeintlichen Merkurdurchgang be-obachtet hatte*), und zwar muthmaßlich an einem December-Morgen 1610 , Johannes Fabriciu sst das kurz zuvor erfundeneFernrohr benutzen wollte, um den Sonnenrand auf allfälligeUngleichheiten zu untersuchen, entdeckte er zu seiner größten Ver-wunderung Flecken auf der Sonne: „Ich richtete das Fernrohrnach der Sonne," erzählt er in seiner „Nurrutio^st. „Sie schienmir allerlei Ungleichheiten und Rauhigkeiten zu haben, auch um
den Rand. Indem ich nun das aufmerksam betrachte,
Zeigt sich mir unerwartet ein schwärzlicher Flecken von nicht
geringer Größe in Vergleichung mit dem Sonnenkörper.
Ich glaubte vorbeiziehende Wolken stellen den Flecken dar.Ich wiederholte die Wahrnehmung !wohl zehnmal, durch bata-vische Fernröhren von verschiedener Größe, versicherte michendlich, Wolken verursachen diesen Flecken nicht. Indessenwollte ich doch mir allein nicht trauen, rief also den Vater, beidem ich mich damals nach meiner Rückkehr aus den Niederlan-den befandst. Wir singen beide mit dem Fernrohr die
st Vergl. 53.
0 Bergt. für Johannes Fabricius und seinen Vater David 99.
st Der vollständige Titel lautet: „1o. IHirieius, biarratio äs inaculis in8ols oliZsrvatis st apparsuts saruin eum 8ols oonveiÄons. 1-Vitsbsrgas1611 in 4."
st Tiaden schreibt trotz dieser klaren Angäbe in der 99 benutzten Schriftdie Entdeckung David zu und nur die Schrift einem Johannes (Sohn oder