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Geschichte der Astronomie / von Rudolf Wolf
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7. Capitel . Die ersten Entdeckungen mit dem Fernrohr.

Sonnenstrahlen auf, anfangs am Rande, gingen nach und nachgegen die Mitte, bis das Auge an die Strahlen gewohnt war,und wir die ganze Sonnenscheibe sehen konnten^). Da sahen wir

das Erwähnte deutlicher und gewisser. So verging uns

der erste Tag und unserer Neugier war die Nacht beschwerlich,die uns unter Zweifeln verging, ob der Flecken in oder außer

der Sonne wäre. Den folgenden Morgen erschien mir

beim ersten Anblick der Flecken wiederum, zu meiner großenFreude, weil ich von den erwähnten beiden Meinungen der ersten

gewesen war. Indessen schien der Flecken seine Stelle ein

wenig verändert zu haben, was uns Bedenken machte. Um dieAugen zu schonen, ließen wir das Sonnenbild durch eine dunkle

Oeffnung in ein finsteres Zimmer fallen . Nun war es

drei Tage lang trüb. Als wir wieder heitern Himmel bekamen,war der Flecken von Osten gegen Westen in einiger Schiefe fort-gerückt. Wir bemerkten am Sonnenrande einen andern kleinern,der aber dem großen folgte, und in wenig Tagen ins Mittelder Sonnenscheibe kam. Noch einer kam dazu, wir sahen drei.Der größere entzog sich am entgegengesetzten Rande nach undnach unserm Anblicke, und daß die Andern eben dergleichen vor-hatten, sah man aus ihrer Bewegung. Eine Art von Hoffnungließ mich Wiederkunft erwarten. Nach 10 Tagen fing der größerewiederum an am östlichen Rande zu erscheinen; wie der weiterin die Sonnenscheibe hineinging, folgten auch die übrigen, die sich

Bruder desselben), worin er entschieden Unrecht hat, wie aus dem in Nr. 89meiner Sonnenfleckenliteratur abgedruckten Briefe des Vater Fabricius an Mästlin,und dem in 99. beigebrachten Zeugnisse Keplcr's deutlich hervorgeht. Nichts-destoweniger wird diese unrichtige Angabe, noch immer wiederholt, wie z. B.von Mädler in seiner Geschichte der Himmelskunde I 263.

Kästncr, dessen Geschichte slV 140—142) ich diese Ucbersetznng entnehme,sagt im Tone des Borwurfes: „Das Sonnenbild durchs Fernrohr im finsternZimmer aufzufangen, fiel ihm noch nicht ein," und es ist allerdings für dieAugen der Fabricius zu bedauern, daß sie nicht sofort daran dachten wenigstensfarbige Gläser anzuwenden, was nach Bode schon Peter Apian empfohlen haben soll,— namentlich aber, wie auch Kästner bemerkt, daß man bei Johannes bestimmtereAngaben von Umständen und Zeiten vermißt. 0 Also doch.