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Geschichte der Astronomie / von Rudolf Wolf
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128. Die späteren Studien an der Sonne.

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am Rande allemal undeutlich zeigten. Das leitete mich also aufeine Umwälzung der Flecken; darüber wollte ich nicht aus einereinzigen Revolution urtheilen, sondern aus etlichen folgenden, dieich, vom Anfang des Jahres bis auf die jetzige Zeit') nichtallein angemerkt habe, sondern auch andere mit mir."

128. Die spätern Studien an der Sonne. Während Fa-bricius muthmaßlich bereits mit Redaction feiner Schrift beschäftigtwar, nämlich im März 1611, sah auch der uns schon bekannteProfessor Christoph Schein er in Jngolstadtft, im Beisein seinesSchülers Joh. Baptist Cysatft, Flecken auf der Sonne, wurdeaber von seinem Provinzial Busäus, dem er Mittheilung überseine Entdeckung machte, so tüchtig abgekanzelt etwas sehen zuwollen, wovon im Aristoteles nichts zu lesen sei, daß er erst imfolgenden October die Erscheinung weiter zu verfolgen wagte.Als er nun dieselbe wieder entschieden bestätigt fand, gab erXl 12, XI119 und 26 unter dem angenommenen Namen „Apellcs"in drei Briesen dem Rathsherrn Markus W e l s e r in Augsburgs ,einem damaligen Mäcen der Gelehrten, Kenntniß von seinenWahrnehmungen und Vermuthungen, welche dieser merkwürdiggenug fand, um im Januar 1612 die „Msg sxistolus äs innsulis^olnribus ssrixtus aä Uurouin Vslssrum" im Drucke ausgehenzu lassen, und an verschiedene Gelehrte, unter Andern auch anGalilei zu versenden. Dieser Letztere antwortete am 4. Mai1612, daß er schon vor 18 Monaten, nämlich noch in Padua ,oder also vor Mitte August 1610, Sonnenflecken gesehen, ja sie vomNovember an in Florenz häufig beobachtet und Vielen gezeigt,auch seither deren Bewegung und Veränderlichkeit erkannt habe.Unterdessen hatte auch Scheine: 1612 I 16 und IV 14 weitereBeobachtungen der Sonnenflecken und einige von ihm bestimmte

') Joh. Fabricms dedicirte seine „Xarratio" aus Wittenberg >Mdu8-lmw itzii--, mso am 13. Juni 1611, stimm Wohlthäter, dem Grasen Ennovon Friesland. Vergl. 99.

h Vergl. 100. si Vergl. 100.si Er lebte von 1üü8—1614.