128. Die spätern Studien an der Sonne. 393
und überdies bleibt es auffallend, daß er auch später meinesWissens nie Beobachtungen publicirteff, welche älter als die vonScheiner, geschweige als die des von ihm und Scheiner sonder-barer Weise ganz ignorirten Fabricius waren °). Dagegen zeich-uete sich allerdings Galilei vor den Meisten seiner Zeitgenossendurch seine vorgeschrittenen Ansichten über die Natur der Sonnen-flekken aus: Währende Viele, um die von den Peripatetikern an-genommene Reinheit der Sonne zu retten, in den Flecken einfachdie Sonne umkreisende Körper sehen wollten, so wenigstens an-fänglich Scheiner°) ferner der sie zu österreichischen Gestirnenerheben wollende Niederländer Malapertius^), und auch derFranzose Tardo, welcher vorschlug sie bourbonische GestirneM nennen"), auch nicht begriff, wie man behaupten könne, „dasWeltauge sei krank," rc., — während Andere, welche zwar mitFabricius die Flecken nach ihrer ganzen Erscheinung derSonne selbst zutheilten, in denselben eine Art Schlacken sahen,welche sich bei dem großen Sonnenbrände absondern, und welchedann zuweilen als Cometen ausgeworfen werden, damit dieSonne, wie z. B. Marius meinte, „wie ein gebutzt Kertzen-
h Die älteste Beobachtung mit Datum und Beschreibung, welche ich vonGalilei bis jetzt fand, ist die in seinem Briefe vom 4. Mai 1612 angegebenevom 5 . April desselben Jahres.
b) Interessant ist, daß Schmier Joh. Fabricius, wenigstens nach dem IndexM schließen, auch in seiner Ros-r ursina nicht einmal anführt, während er^vch mit Vater David schon frühe in Corrcspondcnz war, da Letzterer in seinTagebuch einschrieb: „1612 Lobeinsrus ässuits. 8oribit äis 29 Octobr.lgua vssp. sclipsis ( luit) äis illo 29 toto tuisss voelum ssrsniWiminn."
b) In den 1614 zu Jngolstadt von I. G, Locher unter dem Präsidiumvon Scheiner vorgetragenen „Disguisitionss inatbsmatioas äs eontrovsri-iwLt oovitatibus ubtronomiois" kömmt der Satz vor: „Auoulae 8olis suutovrporA nigricantis., oirea 8olsm srratiea, motibus variw, nse numsrouoo natura aäliue äsiinita."
„^.ustriuea siäsrg. kslioe^olia astronomieis dxpotbssibus illiZata.Haaei 1633 in 4." — Charles Malapert wurde 1581 zu Mons geboren,trat in den Jesuitenorden, war Lehrer der Philosophie zu Pont-ü-Mousson,und wollte eben einem Rufe nach Madrid folgen, als er 1630 zu Vittoria starb.
"> „1- laräö, Lorbonia siäsru, iä sst, klanstas gni 8olis liminuiUrounivolitant motu i>roxrio st rsgulari, talso bactsnus ab bslioseopis