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Geschichte der Astronomie / von Rudolf Wolf
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131. Die Entdeckung der Jnpitersmonde.

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verfolgte sie dann vorläufig bis III 2 st, und dachte bereits daranihre Umlaufszeiten zu bestimmen, ja sogar Tafeln für ihreStellungen zu entwerfen. Um die an seiner Entdeckung undüberhaupt an der Zuverlässigkeit des telescopischen Sehens Zwei-felnden, zu denen namentlich auch Clavius gehört haben soll, znüberzeugen, ging er noch im März 1611 mit mehreren Fernröhrennach Rom , und hatte dort sofort den beabsichtigten Erfolg. Er setztedie Beobachtungen der Trabanten dann noch bis 1619 fort, undermittelte dabei auch wirklich ihre Umlaufszeiten, während ihm da-gegen die Erstellung van Tafeln und damit die gewünschte Voraus-sage der Verfinsterungen nicht gelang. — Natürlich war aberGalilei nicht der Einzige, ja er war muthmaßlich nicht einmal derErste, welcher mit dem neuen Hülfsmittel den Himmel durch-forschte, und es ist somit ganz begreiflich, daß unabhängig vonihm, vielleicht zum Theil sogar früher als er, auch Anderedieselbe Entdeckung machten. So hat namentlich Markus versuchtfeine Priorität geltend zu machen, jedoch ohne den gewünschtenErfolg: Zu den Ersten gehörend, welche nach Erfindung desFernrohrs zu diesem köstlichen Hülfsmittel griffen st, und es zurUmschau am Firmamente benutzten, will er schon im December1609 die Jupitersmonde gesehen haben. Es ging ihm jedoch mitdieser Entdeckung wie Galilei mit derjenigen der Sonnenfleckcn:Er versäumte mit derselben sofort hervorzutreten, — gab erst infeinem „Fränkischen Kalender" oder seiner „kraatioa auf 1612"eine vorläufige Nachricht davon, — ja ließ seine betreffendeHauptschrift, den „Nnuckns jovislis" sogar erst 1614 erscheinen^),und so kam es, wenn auch kein Grund vorliegt an der Wahr-es D. h. bis znr Herausgabe seines „8iäsrsu8 Hunems", dessen Zueig-nung „4 Ickus Uai-tü (III 13)" datirt ist.h Bergt. 113.

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Wolf, Astronomie.

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