102 7. Capitel . Die ersten Entdeckungen mit deni Feritrohr.
hcit seiner Erzählung zu zweifeln, daß man höchstens das Pla-giat von ihm abwenden, keineswegs aber die Priorität für ihnbeanspruchen kann. — Auf Galilei und Marius folgte ThomasHarriot , der nur wenige Tage nach Ersterm, nämlich 1610116 die Jupitersmonde sahch, und sie dann ebenfalls längere Zeitverfolgte: da er aber somit entschieden später war, und überdießnichts über feine Beobachtungen publieirte, sondern dieselben, wieso viele andere seiner Beobachtungen und Untersuchungen, inseinem handschriftlichen Nachlasse unbeachtet liegen blieben, bisZach im Jahre 1784 diesen Schatz in Petworth-Castle entdeckteund bestmöglich holU), so kann Harriot noch weniger als Mariusmit Galilei eoncurircn. Ebenso steht eS mit dem 1647 verstor-benen Prior Joseph Gualterius oder Gaulticr, dem LehrerGassendi's, der, muthmaßlich ohne von Galilei's Entdeckung dasMindeste zu wissen, diese Monde zu La Valette zwischen Toulon und Hyores von 1610 XI 24 an sah und verfolgte"), — undso vielleicht noch mit mehreren andern Beobachtern jener Zeit. —Fvntana dagegen kannte Galilei's Entdeckung, und verfolgtesie von 1630—1646"), — ebenso Hcvel von 1642—1644"),—und so wohl ebenfalls noch Andere. Cassini scheint 1665 derErste gewesen zu sein, welcher die Schatten der vor Jupiter vorübergehenden Monde mit Sicherheit sah "), — und auch der Erste,dem eS gelang jene gewünschten Tafeln mit einer gewissen Ge-nauigkeit zu erstellen"). Dagegen ging ihm der 1597 zu Ragusagebornc und 1660 als Mathematiker des Duea di Palma ver-
Nach Zach, — während dagegen allerdings Robertsons neuere Unter-suchung das Datum der ersten Hnrnot'schen Beobachtung aus den t7. Oktober ItilOhinanSschiebt.
h Vergl. 100 und 128.
*) Vergl. für Gaultier Zach's Oorr. astr. III RI2 u. f.
Vergl. seine 1110 citirte Schrift.
Vergl. den Anhang zu seiner 12!> erwähnten Selenographie.
") Vergl. seine damals zu Rom ausgegebene „Uottera Astronomie»sngr» 1' omdrs äs' piansti LIsäicsi in Itiovs".
-2) Bergt. l vl.