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Geschichte der Astronomie / von Rudolf Wolf
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172. Die sog. Störungen.

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sphäre untersuchen, wobei daS im Folgenden noch speziell zu er-wähnende Phänomen der Ebbe und Fluth natürlich die Haupt-rolle spielt, — und endlich die Bewegung der Himmelskörper umihre Schwerpunkte betrachten, wobei bei der Erde speziell dieTheorie der Präcession und Nutation, bei dem Monde diejenigeder Vibration entwickelt wird. Der dritte und vierte Bandgeben dagegen unter dem Titel „IRooriss partionliorss äosrnonveinents cmlostos" in weitern vier Büchern die Spezialtheoriender einzelnen Planeten, des Erdmondes, der übrigen Satelliten undder Cometen. und in einem fünften Buche wird anhangsweise nochdie Refraction, die Hypsometrie, der Einfluß eines widerstehendenMittels, rc. behandelt. Der fünfte Band endlich gibt einekurze Geschichte der Mechanik des Himmels und eine Reihe von,zum Theil ebenfalls historischen, Nachträgen zu den früherenBänden. — Bei solch reichem Inhalte bildet die Nocmniguoeolests eine der wichtigsten Leetüren für jeden Geometer undAstronomen, — aber auch eine der schwierigsten: denn La-Place war, um sein Werk nicht über jedes erlaubte Maaßauszudehnen, genöthigt, viele der ursprünglich gemachten Ent-wicklungen für den Druck einfach auszustreichen, und sehr oftist es gerade da, wo man statt der weggelassenen Rechnung dieso unschuldig scheinende Phrase ,.I1 sst also cko vorn" liesst garnicht leicht dieselbe wieder herzustellen, — brauchte ja Laplaecselbst einmalch an einer solchen Stelle, und zwar bald nachdemer sie geschrieben hatte, bei einer Stunde Zeit um den Fadender Rechnung wieder aufzufinden.

172. Die sog. Störungen. Während Newton zunächstnur die elliptische Bewegung bemustern konnte, welche ein Körperum einen Centra lkörper in Folge der gegenseitigen Attraetioneinzuschlagen hatte, und für ihn die übrig bleibenden Abwei-chungen zwischen Beobachtung und Theorie somit als eine ArtStörungen dieser elliptischen Bewegung auftraten, gelang esseinen Nachfolgern Euler, Clairaut , d'Alcmbert, Lck-

h Bergt. Vot. 1 von Bwt's „UetLNASS".