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Geschichte der Astronomie / von Rudolf Wolf
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533
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181. Die Theorien der Planeten. 533

Schlüsse seiner Einleitung zu den neuen Tafeln ') mit den Wortenapostrophirt haben soll: „Noronre, plwQÖts nmuäits, cpii us 86iäKNtzro Pra cloerior ln onrriors cle8 a8trononrs8 1s8 fftu8 i11rlstr68."Zu den wirklichen Coniplicationen tritt bei Merkur noch derUmstand hinzu, daß er nur selten unter günstigen Umständenbeobachtet werden kann, und so z. B. La lande, der schon alsjunger Astronom Merkur vor Sonnenaufgang auf den Dächernaufgelauert haben soll, um dem dunstigen Pariser Horizonteeinige Beobachtungen abzutrotzen"), fast nur die von PlacidnSFixlmil liier') und die von Darquicrch erhaltenen Mcrkurs-beobachtungen etwas neuerer Zeit zur Disposition hatte, um 1786seine neuen Merknrstafeln zu construiren, und sehr froh war,als es Beauchamp in den darauf folgenden Jahren gelang,in Bagdad eine größere Reihe solcher Bestimmungen zu erhalten "j.Sodann war bis auf die neuere Zeit die MerkurSrnasse ganzunsicher, indem noch Lag ränge dieselbe auf dem Wege der

°) Bergt. Touviolls, I/astronomis moderne.

°) Bergt. die ebenerwähnte Schrift von Fleischhauer.

si Plac. Fixlmillner wurde 1721 zu Achleuthen bei Kremsmilnster geboren,trat 1737 in das Kloster und erhielt 1762 die Direction der von 1748 hin-weg von seinem Oheim, dem Abt Fixlmillner in Kremsmüilster, daselbst er-bauten Sternwarte. Ihm folgte nach seinem 1791 erfolgten Tode ThaddünsDerfflinger, 1824 Bvnifacius Schwarzcnbrunner, 1830 Marian Koller und1847 der kürzlich verstorbene Angnstin Reslhnbcr (Garsten bei Steher 1808 —Kremsmünster 1875). — Bergt. Sigmnud Fellöcker, Geschichte der SternwarteKremsmilnster. Linz 1864 in 4.

b) Bergt, seine ^Observations astronomiciues laitos ü Toulouse 1748—98.^.vixnon 1777—98 in 4. —> Angnstin Darqnier wurde 1718 zu Toulouse geboren, und benutzte seine öconomische Unabhängigkeit um bis zu seinem 1802ersoigteN Tode aus eigener Sternwarte fleißig zu beobachten und daneben ver-schiedene literarische Arbeiten auszuführen.

ch Joseph de Beauchamp wurde 1732 zu Besold geboren, trat in denBernhardiner-Orden, und wurde von einem Oheim Mirondeau, der zum Bischofvon Bagdad ernannt worden war, nach Paris gerufen, um sich dort zu seinemGehülfen auszubilden. Lalande wußte ihn sodann für die Astronomie zu ge-winnen, und, als er 1781 als Generalviear seines Oheims nach Bagdad ging,mit Instrumenten auszurüsten, so daß er viele werthvolle Beobachtungen»lachen und so namentlich 1789 die im Texte erwähnten Bestimmungen er-