203. Der Sviegelsertant und Spiegelkreis. l>8l
Für die durch Plantamour in der Schweiz vorgenommenengeographischen Ortsbestimmungen ist es sogar Hipp") und Du-bais gelungen, einen ganz ausgezeichneten Registrir-Chronomcterherzustellen, sowie auch Ersterer für die Ablesung der auf Rollenoder Walzen erhaltenen Zeichen ganz ingenieuse Hülfsapparateerstellt hat, mittelst welchen die, dem twm Beobachter gegebenenZeichen, entsprechende Zeit rasch und bis auf ein paar Hundertsteleiner Zeitseknnde erhalten werden kann, — bei Walzen sogarohne den Bogen abzuspannen.
203. Der Spiegelsextant und Spiegelkreis. Zur Winkel-messung auf Reisen und voraus auf der See hatte sich, nachdemschon Hooke 1661 ohne Erfolg versucht hatte Einen Spiegelzur Construetion eines dafür passenden Instrumentes zu verwen-den, der unvergleichliche Jsaak Newton einen Sextanten mitzwei Spiegeln ausgedacht, und 1700 Zeichnung und Beschreibungdesselben an Hallet ) gesandt, damit dieser sich über die praktischeBedeutung der Erfindung aussprechen möge: Hallet ) erkanntejedoch, wie es scheint, den großen Werth des vorgeschlagenenInstrumentes nicht, sondern ließ die Zusendung liegen, und erstnach seinem 1742 erfolgten Tode fand man Newton's Zeichnungunter seinen Papieren. Unterdessen erfand, wie Allen 1832 inseinem „Tmei'ieno bioZeapIiioal anet bistorionk cliotionar^" er-zählen soll, der 1749 in Philadelphia verstorbene Glaser ThomasGodfrey, welcher sich einige mathematische Kenntnisse erworbenhatte und ein ganz gescheidter Kopf gewesen sein muß, auch einenSpiegelquadranten, theilte diese Erfindung 1730 dem sachver-ständigen Gouverneur James Log an von Pennshlvanien mit,und dieser brachte sie nun der Uo^al Looiotz' in London zurKenntniß, welche dem Erfinder eine Belohnung von 200 Pfd.bewilligte, die jedoch, weil Godfrey gar durstig war, nicht inGeld, sondern in Hausgeräthen auszurichten sei; der von Loganverfaßte ,.Teoo»ut ot Nr. 4'. tloätrox's iminoroinont nt I wvw-
y Mathias Hipp, 1813 zu Rentlingen gebore», falgeweise Chef der tele-graphischen Werkstätten in Bern und Renenbiirg.