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Geschichte der Astronomie / von Rudolf Wolf
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585
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205. DaS achromatische Fernrohr.

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Spiegelmasse, zweckmäßigste Schleifmittel, rc.") construirte, und1845 auf seinem Schlosse Birr Castle bei ParsonS Town inIrland aufstellte, noch weit übertrofsen worden: Dieser sogenannte„Leviathan" hat 55' (16,61'") Länge anf 6' (1,82'") Durch-messer: der Spiegel wiegt 3809 Kil., das Rohr 6604 Kil.:die lineare Vergrößerung kann bis auf 6000 gesteigert werden,so daß der Mond in eine Distanz von ca. 15 Meilen gebrachtwird; dagegen mußte bei dem großem Gewichte die Bewegungauf 1s,'' zu beiden Seiten des Meridians beschränkt werden:die Kosten der Erstellung sollen sich auf etwa 300000 Frcs. be-laufen haben'"). Die von Steinheil und Foucanlt voreinigen Deeennien beliebten versilberten Glasspiegel geben an-fänglich prächtige Bilder, aber scheinen auch nicht sehr dauerhaftzu sein, so daß man bereits wenig mehr davon hört.

205. Das achromatische Fernrohr. Gegen die Mitte desvorigen Jahrhunderts betonte Euter wiederholt, daß uns schondas Auge zeige, es müsse möglich sein sarbensreie Objective her-zustellen, wie dieß übrigens schon 1695 David Grcgory inseiner Schrift „Oatoxtriouo ot cktuptriono spliusriono oloinsntu"gethan haben soll. Schon um 1733 soll es auch einem Esquireof More Hall in Essex, Namens Ehester, wirklich gelungen

selbe wiederholt, entdeckte z. B. damit den 6. Satnrnstrabanten, rc.; dagegenbeobachtete er allerdings gewöhnlich nicht mit demselben, da theils die Mani-pulation sehr mühsam war, theils bei raschen Tempcraturwcchseln die Aus-gleichung bei demselben zu langsam erfolgte, lind die Bilder hiedurch an Prä-cision einbüßten.

") Vergl. seilten „^.eeount ob sxxerimsnts on tlis rsttsotinx tslsseopsssl'Ilii. I'rans. 1840)", den er schrieb, als ihm ein Spiegel von 3' Oeffnunggelungen war, — lind dann seine spätere Abhandlung „On tbs Ooimtructioirob spsauia ot 6 lest aperturs anck a 8sisetion Irom Observations obUsbniss mucks vitb tirsm (4IuI. Irans . 1861)".

Lord Rosse , der bis zum Ableben seines gleichnamigen Vaters denTitel Lord Oxmantown führte, lebte von 1800—1867, mit Ausnahme seinerin Dublin und Oxford zugebrachten Studienzeit, auf seinem Stammschlosse,das nun seinem wieder gleichnamigen Sohne zugefallen ist, auf welchen sichglücklicher Weise auch seine Liebe zur praktischen Astronomie vererbt hat. IhrerArbeiten wird noch oft, aber namentlich in 267, zu gedenken sein.