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Geschichte der Astronomie / von Rudolf Wolf
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1V. Capitel. Die neuere Bcobachtnngskunst.

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sein einen kleinen Achromaten zu construiren, und von 1757 angelang es John Dollond '), dem Sohne eines bei Aufhebungdes Edicts von Nantes nach England gezüchteten Protestantenaus der Normandie , der sich erst als Seidenweber das Lebenfristete, dann aber 1752 eine optische Werkstätte errichtete, zahl-reiche Fernrohren dieser Art zu construiren. Auch nach seinem1761 erfolgten Tode blieb diese Erfindung noch lange bei seinerFamilie fast wie ein Monopol, — sein Sohn Peter Dollond ")und sein Neffe George Huggins, der später auch den NamenDollond annahm, beuteten dieselbe Jahrzehnte lang aus, und dieachromatischen Fernröhren erhielten sogar den Namen „Dollonds".Wissenschaftlich wurden die Achromaten theils von Euler inseiner 1762 erschienenen „ Oonstruotio Isntiuin odssotivaruin sxcknplioi vitrv«, und von Samuel Klingenstiernaff, derNewton's Irrthum durch Versuche aufdeckte, in seinem gleichzeitigerschienenen ,, 1 entnimm äs ästinisnäm st sorrigsnäm udsr-rutionilnm ruckiornin Iniainis in lonridus 8xdusriai8 rstruetist cks psrtieisnäo tslssoopio äioptrico" behandelt. — WasDollond für das 18., — wurde sodann Fraunhofer für das19. Jahrhundert. Damit nämlich das Institut in München auchgrößere optische Arbeiten ausführen könne, engagirte Utzschneider1805 auf Rath des frühern helvetischen OberberghauptmannesJoh. Samuel Grüner') für dasselbe Pierre Louis Guinand von Corbatisre bei Chaux de Fonds, um die Flintglasfabrikation,welche derselbe schon seit Jahren für sich mit Erfolg betriebenhatte, zu leiten und schloß dann 1807 einen definitiven Vertragmit ihm ab, in welchem unter Andern: folgender Artikel vor-handen war: „Nr. iimtruiro, äun8 kudrisÄtion ein

h John Dollond wurde 1706 in Spitnlfields bei London geboren.

0 Peter Dollond lebte von 1730—1820.

Zu Tollesors 1698 geboren, zu Stockholm 1765 verstorben, — langeJahre Professor der Mathematik zu Upsala.

p Grüner wurde 1766 zu Bern geboren, studirte, neben Humboldt, Leop.v. Buch, Karsten, w., bei Werner in Freibcrg, und lebte nach dem Zusammen-