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10. Cnpitel. Die neuere Beobackitungskunst.
die Berthoud, Le Roh, Emerych, w. die Uhrconstruetionennoch in manchem Detail verbessert, — namentlich seit bei denChronometern die Echappcmcnts noch vielfach umgeändert worden,während man bei den Regulatoren in der neuesten Zeit auf dennicht unbedeutenden Einfluß der Barometer-Schwankungen auf-merksam geworden ist. Für den Detail muß auf die Special-werke über die Geschichte der Uhren verwiesen werden").
211. Die Hülfsmittel zur Bestimmung der Zeit. Währendman früher zur Bestimmung der bürgerlichen Zeit neben deneigentlichen astronomischen Instrumenten fast nur die Sonnen-uhren und einige verwandte Borrichtungen besaß, so wurdenspäter zu gleichem Zwecke noch andere Hülfsmittel erstellt, —voraus die sogenannten „Sonnenscxtanten", mit denen sich dieHöhe der Sonne leicht annähernd bestimmen, und dann mittelsteiner Tafel daraus der Stnndcnwinkel der Sonne, d. h. diewahre Zeit der Beobachtung, entnehmen ließ. Schon Brandenerstellte ganz hübsche Instrumente dieser Art, bei welchen durcheine Linse ein scharfes Sonnenbild erzeugt, und sodann die Höheabgelesen werden konnte, — während z. B. der 1808 verstorbenePfarrer Friedrich Christoph Müller zu Schwebn in der Graf-schaft Mark, 1791 zu Leipzig „Tafeln der Sonnenhöhen"herausgab, welche für jeden Grad Polhvhe von 47 bis 54 " undfür jeden Grad Sonnenhöhe von 0 bis 55 " die entsprechendewahre Zeit auf 1"' genau geben. Und in der neuern Zeit hatz. B. Eble in Ellwangcn unter dem Namen „Zcitbestnmnungs-werk" und „Horoskop" entsprechende Instrumente construirt, beideren Ersterem sich aus der Sonnenhöhe die Zeit mittelst bci-gegebener Netze ohne Rechnung entnehmen läßt, während dasZweite sogar die Zeit am Instrumente selbst abzulesen erlaubt.— Noch größere Genauigkeit erlaubt das von dem UhrmacherEdward Deut in London eonstruirte „Dipleidoskop", welches