214. Die Refraktion.
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den Astronomischen Nachrichten einverleibten Abhandlung „NeueMethode den Jndexfehler eines Höhenkreises zu bestimmen unddie Horizvntalaxe eines Mittagsfernrohres zu berichtigen ohneLoth und Libelle" gemachten geistreichen Vorschlag, im Nadirdes Instrumentes ein Gefäß mit Quecksilber aufzustellen, unddas in demselben gesehene Spiegelbild des stark beleuchtetenFadennetzes mit dem Fadennetze selbst zu vergleichen, um sowohlden Zenithpunkt, als die Neigung der optischen Axe, d. h. dieSumme der Neigung der Drehaxc und der Collimativn deroptischen Axe, zu erhalten°). — Auch die durch Maskelhneetwa 1772 ins Werk gesetzte Einführung des Oeularschlittens,und die dadurch ermöglichte Vermehrung der Seitenfaden ist mitaller Anerkennung zu erwähnen').
214. Die Refraktion. Die von Kepler gegebene Re-fraetionstafel wurde durch Dom. Cassini unter Benutzung desseinem Vorgänger unbekannten BrechungsgcsctzeS noch merk-lich verbessert, während ungefähr gleichzeitig der treffliche Picarddarauf hinwies, daß die Refraction mit Temperatur und Luft-druck etwas variircn dürfte, also bei Anstellung von Höhen-bcobachtungen auch der Stand von Barometer und Thermo-meter berücksichtigt werden sollte. Wirklich traten denn auchalsbald die genannten Instrumente in den Dienst der Astronomie,
heim im Schwarzwald , wo sein Vater Pfarrer war, geboren, — studirte erstTheologie nnd vicarisirte bei seinem Vater, — schoß sich dann auf dem See-berge und in Göttingen praktisch nnd theoretisch in die Astronomie ein, —wurde Professor der Mathematik nnd Astronomie in Tübingen , nnd starb da-selbst 1831. Bergt. „Konrad Köhler, die Landesvermessung deS KönigreichsWnrtcmberg in wissenschaftlicher, technischer nnd geschichtlicher Beziehung.Stuttgart 1858 in 8", wo sich nebst Bildnis; vieles ihn Betreffende findet.
°) Aus Brief von Gang an Schumacher von 1826 VII 10 sieht man,daß Gnus; schon damals die Bohnenberger'sche Methode vielfach nnd nament-lich zur Bestimmung des Nadirpunktes mit großer Befriedigung anwandte.
si Vor Maskelhne scheint man (mit Ausnahme von Mayer) meist nurdrei Faden benutzt, und namentlich die Durchgänge nur in ganzen Sekundenangegeben zu haben, während c r (wie Mayer) fünf Faden anwandte, nnd über-dies; Zehntelsekunden notirtc.