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die zwar etwas weit ausholende, aber an Thatsachen undinteressanten Zusammenstellungen reiche Schrift „Der Venus-mond", welche F. Schorr 1875 zu Braunschweig erscheinenließ, berathen werden kann, zu keinem allseitig befriedigendenAbschlüsse gebracht worden.
239. Die Entdeckung des Uranus. Als Wilhelm Herschel bei seiner Durchmusterung des Himmels im März 1781 dasSternbild der Zwillinge vornahm, fand er am 13 März einenihm sofort etwas verdächtig vorkommenden Stern in demselben,und konnte noch am gleichen Abend constatiren, daß sein schein-barer Durchmesser bei stärkerer Vergrößerung entsprechend zu-nehme, und daß er seine Stellung gegen die übrigen Sternemerklich verändere: ES war also kein Fixstern, sondern ein Wandel-stern, — muthmaßlich ein Komet. In diesem Glauben schriebwirklich Herschel einen „Vooouut ok n Ooinst", welcher derLozml 8ooistv 1781 IV 26 vorgelesen wurde, und in demselbenGlauben wurde anfänglich auch überall, wohin die Kunde vondieser offenbar nichts weniger als zufälligen Entdeckung drang,der neue Wandelstern beobachtet ft und in Rechnung gezogen.Als jedoch Bochart de Saronft 1781 V8 gezeigt hatte, daßnian die Periheldistanz des neuen Gestirns mindestens gleich 14setzen müsse, und als später Lexell und Laplace überein-stimmend nachwiesen, daß sich die beobachteten Oerter nicht durcheine Parabel, wohl aber durch eine Kreisbahn darstellen lassen,war die Sache natürlich zu Gunsten eines Planeten entschieden'),
tz Die erste eigentliche Beobachtung ist die von Maskelyne 1781 II117angestellte; dann folgte Lalande IV 16, Messicr IV 23, rc.
Jean Baptiste Gaspard Bochart de Saron wurde 1730 zu Paris ge-boren, war Mitglied der Academie und erster Präsident des Parlamentes, undwurde 1791 zum Dank für seine wissenschaftlichen und patriotischen Leistungenguillotinirt.
h Auch Joseph Anton Slop von Cadenberg (Cadcn bei Tricnt 1710 —Pisa 1805; Director der Sternwarte zu Pisa), der den Herschclschcn Sternanhaltend verfolgte, sprach sich frühe für seine planetarische Natur aus, —ebenso Bodc, Lalande, rc.