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Geschichte der Astronomie / von Rudolf Wolf
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11. Capitel . Der Bau des Himmels.

Letzterer habe wirklich den Erwarteten am Himmel aufgefunden,— es war aber, wie sich nachher zeigte, nicht der Komet, son-dern eine gemeine Zeitungs-Ente gewesen. Noch später stellteB. Bomme in Middelburg ^) in seiner „krosvs sonor Lsro-lesninZ äor LtorinZon in äs Tooplmnn äor Lomoton van1264 on 1556" einläßliche Studien über den muthmaszlichenEinfluß der Planeten auf die Wiederkehr an, und fand, derDurchgang durch das Perihel müßte 1858 VIII 2 2^ statt-

haben, — ging aber dabei ebenfalls von der Identität der beidenKometen aus, welche Andere bezweifelten, ja Martin Hoek °) inseiner 1857 zu S'Gravenhage erschienenen Dissertation „I)sLornotsn van cls llaron 1556, 1264 on 975, .on llnro vsr-rnoonäo Iclsntitoit" als sehr unsicher erwies. In der That istdenn auch der Komet innerhalb der angegebenen Grenze nicht er-schienen, — man wollte denn den im Sommer 1857 zur Be-ängstigung der Leichtgläubigen erfundenen Kometen, dem zurAbwechslung wieder einmal der Weltuntergang folgen sollte,dafür nehmen.

250. Die Kometenjäger. Während man früher in derRegel ganz gemüthlich abwartete bis ein Komet in Sicht kam,ja noch im 17. Jahrhundert Gottfried Kirch so ziemlich derEinzige gewesen zu sein scheint, der mit dem Fernrohr nachKometen suchte, und so am 4 November 1680 a. St. den be-rühmten Schwcifstern auffand, bei dem sich in den verschiedenstenRichtungen die alte und neue Zeit berühren sollten, so legtensich dagegen später einzelne Astronomen ganz speciell auf dasAufsuchen von Kometen. Vor Allen that sich in dieser Richtungder 1730 zu Badonviller in Lothringen geborne und 1817 zuParis als Mitglied der Aeademie und des Lnroan (leg lonZi-tnclo8 verstorbene Charles Messt er hervor, indem er von 1758

°) Bergt, stsäsrl. In8l. 1849.

Zu Haag 18.34 geboren, und 1873 als Director der Sternwarte inUtrecht verstorben.