142 — Die neuern Refraktoren und Reflektoren. — 339
optischen Vorzüge willen, als wegen seiner musterhaften Aufstellungund Ausrüstung, als eine kaum mehr zu üb er treffen de Leistunggalt^, — und jetzt wird hei Aufzählung der grossen Refraktorender Gegenwart dieses einst so berühmte Instrument höchstens nochals letztes genannt, während der von Alvan Clarke für das Lick-Observatorium in Kalifornien gelieferte 3G-Zöller den ersten Rangeinnimmt h . — In entsprechender Weise bildete sich die Konstruk-tion von Spiegelteleskopen aus: Nachdem es schon Hadley in derersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts gelungen war, die anfäng-lichen kleinen Dimensionen zu überwinden % legte sich in der zwei-ten Hälfte der unvergleichliche Herschel mit solchem Erfolge aufdie Konstruktion von Reflektoren, dass er, und zwar abgesehenvon seinem mehr bewunderten als benutzten Riesenteleskope von4 ' Öffnung, die damaligen Refraktoren weit überflügelte — undauch die Neuzeit hat, teils unter Vervollkommnung der Metall-spiegel, teils unter Ersatz derselben durch versilberte Glasspiegel,eine grosse Anzahl solcher Instrumente von vorzüglicher Wirkungzu stände gebracht, welche bis jetzt in dem sog. „Leviathan“ desEarl of Rosse gipfeln und für Durchmusterung des Himmels mitden besten Refraktoren konkurrieren, während sie sich allerdingsweniger zur Einführung in eigentliche Messinstrumente eignen l .
Xu 142: n. Noch für 1791 schrieb die Pariser Akademie (vgl. Journ. desSav. 1789) vergeblich einen Preis von 12000 Livres für ein Verfahren ans,gutes Flintglas in beliebigen Quantitäten zu verfertigen. — b. Pierre-LouisGuinand (Corbaticre bei Chaux-de-fonds 1748 — Brenets 1824) war erst Uhr-Rehreiner und Uhrglockeu-Giesser, — legte sich sodann auf Glasfabrikationund wurde 1804 durch den Oberberghauptmann Job. Samuel Grüner (Bern1706 — München 1824), dem man auch wesentlich das damalige Entstehen desmechanisch-optischen Institutes verdankt, an Utzschneider empfohlen. Er bliebbis 1814 in dem Institute, kehrte dann in die Heimat zurück und richtete sichdort mit schönstem Erfolg neuerdings für Fabrikation von Flintglas ein, sodass er z. B. an Bobert-Aglace Cauchoix (Cormeilles 1776 — Montmorency1845; Optiker in Paris ) den schönen Discns liefern konnte, mit welchem dieserden auf der Pariser Ausstellung von 1823 bewunderten 12‘/ 2 -Zoller erstellte.Vgl. Biogr. II. — c„ in einem 1807 zwischen Guinand und Utzschneider ab-geschlossenen neuen Vertrage kam der Artikel vor: „Mr Guinand instrniradans la fabrication du fiint- et du crown-glass la personne qni lui sera de-signee par Mr Utzschneider et ne l’apprendra ä personne d’autre“, und dadiese Person der kurz zuvor angestellte junge Fraunhofer war, so kann manbegreifen, dass das Zusammenwirken des alten Praktikers mit dieser genialenKraft die schönen Resultate hervorbrachte, welche es Reichenbach (vgl. BriefHorner an Repsold von 1811 IX 21 in Notiz 179) schon 1811 möglich machten,ein Passageninstrument mit einem 6-Fiisser von 5 l / t “ Öffnung zu versehen unddas Institut befähigten 1814 den bereits erwähnten 7-Züller zu liefern. Dassdas Institut Guinand bei seinem bald darauf erfolgten Abgänge auf so lange,als er sich optischer Arbeiten enthalten werde, eine jährliche Pension von